LMBV: Anschlussmaßnahme der Bergbausanierer an der Vorsperre Bühlow

Fa. TWB baut mobile Anlage zur Schlammseparation auf

Senftenberg/Bühlow. An der Spree-Vorsperre Bühlow laufen derzeit Arbeiten im Auftrag der Bergbausanierer für eine Anschlussmaßnahme zur Entnahme von eisenhydroxidhaltigen Sedimenten aus dem Fluss.

Dazu wird von der Firma Tief- und Wasserbau Boblitz eine technische Anlage errichtet, die von zwei Saugbaggern mit je max. 180 Kubikmeter Durchsatz pro Stunde künftig abwechselnd von verschiedenen Saugstellen beschickt werden kann.

Derzeit ist bereits die gelb gestrichene Vorseparation angeliefert worden. Ein Rundbecken, das als Pufferspeicher vor dem noch aufzubauenden Dekanter zum Einsatz kommen soll, wird derzeit errichtet, so der verantwortliche Projektgruppenleiter Sven Radigk.

Im Dekanter-Segment kann dem Schlamm künftig das Spreewasser wieder entzogen werden – hier kommt bei der Zentrifuge das Prinzip einer Wäscheschleuder zum Einsatz. Das freiwerdende Wasser wird wieder zurückgeführt. Am Ende bleibt ein EH-Sediment mit einem Feststoffanteil von ca. 25 Prozent übrig, der in die baustoffliche Verwertung geht.

Die Vorsperre Bühlow mit einer Fläche von mehr als 100.000 Quadratmetern hat ein Einstau-Volumen um die 300.000 Kubikmeter. In den zurückliegenden Winter- und Frühjahrsmonaten waren im Rahmen einer Sofortmaßnahme der LMBV mit einem großen Saugbagger an 103 Arbeitstagen bis zum 18. Mai 2018 rund 70.000 Kubikmeter mit einem Feststoffanteil von ca. 10 Prozent in ein zuvor geräumtes LfU-Absetzbecken gepumpt worden.

Durch einen Testeinsatz eines Baggers zur Rinnen- und Abflussgestaltung sowie eine unterstützende Pumpe konnten die Schlämme im Becken auf etwa 40.000 Kubikmeter mit einem Feststoffanteil von ca. 17 Prozent reduziert werden. Im II. Halbjahr 2018 ist dann noch eine Beräumung des verbleibenden Schlammanteils im Becken vorgesehen.

Im Rahmen eines Versuches des LfU wurden zudem aus verschiedenen Vorsperren-Bereichen vier GeoTubes mit den unterschiedlich anfallenden Schlammsedimenten gefüllt und anschließend beprobt. Hier steht eine Auswertung des Versuchs mit den geotextilen Behältern noch aus.

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