LMBV: Antworten der LMBV auf Anfragen zum Sanierungsstand am Knappensee

Die seeseitigen RDV-Komplexe arbeiten im Leistungsbetrieb

Senftenberg/Lohsa. Die LMBV erreichten Mitte/Ende Juli 2015 verschiedene Fragen von Bürgern und Medienvertretern zur Sanierung am Knappensee, darunter Folgende:

1.      Wie ist derzeit der inhaltliche, aktuelle Sachstand bei der Sanierung am Knappensee?

2.      Welche Arbeiten werden in diesem Jahr noch erfolgen?

3.      Sind die Antworten aus der Meldung vom 24. April 2015 „LMBV: Informationen zum Sanierungsstand am Knappensee“ auf der LMBV-Homepage noch aktuell?

4.      Der Verein Knappensee-Rebellen hat sich die Wiedereröffnung des Sees am 1. April 2017 auf die Fahnen geschrieben. Wie realistisch ist diese Absicht/Forderung der Vereinsmitglieder?

LMBV-Antworten (Stand 31.07.2015):

Zu 1.

Derzeit werden mit zwei RDV- Komplexen der mittlere und der nördliche Bereich des Ostufers seeseitig gesichert. Ende August nähern sich beide Komplexe auf den geotechnisch vorgegebenen Minimalabstand an, sodass dann ein Gerätekomplex in den Südbereich des Ostufers umgesetzt wird.

Im 1. Halbjahr 2015 traten bei den Verdichtungsarbeiten gehäuft Grenzwertüberschreitungen von Porenwasserdrücken auf, die zu erheblichen Unterbrechungen bei der Verdichtung und damit zu Stillstandszeiten führten. Anhand der Erkenntnisse aus dem Testfeld erfolgte eine Anpassung der RDV - Regeltechnologie. Diese sieht u.a. eine Massenzugabe während des Rüttelvorgangs vor, sowie eine intermittierende Fahrweise über die gesamte Dammbreite. Durch diese technologischen Anpassungen lässt sich eine bessere Bearbeitung des Kippenbodens neben geringeren Porenwasserüberdrücken erreichen.

Gegenwärtig sind für die RDV-Komplexe keine Stillstandszeiten auf Grund erhöhter Porenwasserdrücke zu verzeichnen. Die Komplexe arbeiten im Leistungsbetrieb.

Zu 2.

Für die Jahre 2015/16 ist die Fertigstellung des versteckten Dammes im mittleren und nördlichen Bereich des Ostufers am Knappensee geplant.

Ebenfalls im Jahr 2016 sind Arbeiten zur Böschungsprofilierung und zur Herstellung der Trittsicherheit für den Flächenbereich des Versteckten Dammes am Ostufer des Knappensees geplant. Dazu ist zunächst der seeseitige Massentransport zur Herstellung der Uferböschungen erforderlich. Diese lose durch Schuten antransportierten Massen werden anschließend durch eine leichte Oberflächenverdichtung zur Herstellung der Uferkontur bearbeitet.

Bereits begonnen wurde die Errichtung einer Ersatzbrücke über das Alte Schwarzwasser als Vorbereitung für die geplanten Maßnahmen am Nordufer des Knappensees. Der Brückenbau wird in 2016 abgeschlossen werden.

Technologisch notwendige Unterbrechungen wurden und werden für Instandhaltungs- und Pflegemaßnahmen im gesperrten Teil der Knappensiedlung genutzt.

Sobald (wie unter Antwort 1 beschrieben) ein Umsetzen einer Geräteeinheit nach Süden erfolgt ist, werden die bisher geplanten Zeitansätze auf ihre Aktualität geprüft und gegebenenfalls angepasst. Mit Beginn des 4. Quartals 2015 wird dann eine genaue Information zum zeitlichen Sanierungsverlauf in der Öffentlichkeit aber auch gegenüber den Betroffenen vorgenommen.

Zu 3.

Die Antworten vom 24. April 2015 auf der Homepage der LMBV sind weiterhin aktuell.

Zu 4.

Sofern die bisherigen Arbeiten weiterhin planmäßig verlaufen (keine geotechnischen Ereignisse, keine extremen Stillstände durch PWD- Grenzwertüberschreitungen) sollen im Laufe des Jahres 2016 bauvorbereitende Arbeiten beginnen, um für das Jahr 2017 an mehreren Stellen zugleich die landseitige Verdichtung mittels RDV zu beginnen. Bis zur erfolgreichen Ufersicherung sind die unbearbeiteten Kippenbereiche am Knappensee als Gefährdungsbereiche anzusehen. Aus dem Grund ist die Aufrechterhaltung des geotechnischen Sperrbereiches zwingend erforderlich. Der für diese Arbeiten geplante Geräteeinsatz wird so konfiguriert, dass unter Einhaltung der notwendigen Mindestabstände zwischen den Geräteeinheiten ein Optimum der Sanierungsarbeiten erreicht werden kann.

Die durchaus verständlichen Forderungen der Knappenseerebellen e.V. zur Wiedereröffnung des Sees im Jahr 2017 können somit nicht erfüllt werden. In mehreren zurück liegenden Informationsveranstaltungen mit den Mitgliedern des Vereins wurde der Sachverhalt umfassend dargelegt. Derzeit gibt es keinen anderen Erkenntniszuwachs.

Stand 31.07.2015

Zurück