LMBV-Antworten zum geplanten Flutungsfortgang beim entstehenden Zwenkauer Sees

2015 soll ein Pegel von 112,5 m NHN im Zwenkauer See erreicht werden - Zie: Am 10.05.2015 soll der Zwenkauer See zunächst mit gewissen Einschränkungen freigegeben werden

Senftenberg/Leipzig/Zwenkau. Das in Flutung befindliche Restloch des vormaligen Tagebaus Zwenkau füllt sich seit dem 9. März 2007 stetig. Im Jahr 2015 soll die erste untere Zielwassermarke des 963 Hektar großen Bergbaufolgesees von 112,5 m NHN erreicht werden, die weitere Zwischennutzungen ermöglicht. Bisher sind schon mehr als 110 Mio. Kubikmeter Flutungswasser sowie weitere Millionen Kubikmeter an Grundwasser in die rund 170 Mio. Kubikmeter große Hohlform eingeflossen. Der Füllstand des bis zu 64 Meter tiefen Gewässers beläuft sich damit gegenwärtig auf fast 90 Prozent. Noch fehlen rund zwei Meter bis zum geplanten mittleren Endwasserstand von 113,5 m NHN, der im Jahre 2018 geplant ist.

Ist es richtig, dass der Pegel pro Tag etwa um ein Zentimeter steigt? – Die Flutung des Zwenkauer See erfolgt durch Wasser aus dem aktiven Tagebau Profen und zufließendes Grundwasser. Im Sommer 2014 konnte die LMBV messen, dass pro Tag etwa ein Zentimeter Wasseranstieg zu verzeichnen war. Allerdings schwankt dieser Wert. So waren es aufgrund der niederschlagsarmen Zeit im Oktober im Schnitt alle drei Tage ein Zentimeter und im November bislang zwei Zentimeter pro Woche. Eine allgemeine Anstiegs-Aussage lässt sich nicht treffen.

Wie viel fehlt noch bis zur End Marke? – Aktuell hat der Zwenkauer See einen Wasserstand 111,5 m NHN (Stand letzte Messung: 30.10.2015), es fehlen also noch zwei Meter bis zum geplanten mittleren Endwasserstand von 113,5 m NHN. Nächstes Jahr wird dieser Wert allerdings noch nicht erreicht sein, da der Wasserstand aus bodenmechanischen Gründen während des Baus des Harthkanals (geplant bis 2018) nicht höher als 112,5 m NHN sein darf.

Wann soll der See freigegeben werden? – Voraussichtlich zum Muttertag am 10.05.2015 soll der Zwenkauer See für den Gemeingebrauch – zunächst mit gewissen Einschränkungen – freigegeben werden.

Hat er dann bereits Badequalität? – Ja, der Zwenkauer See soll dann einen pH-Wert von 6,0 erreicht haben, sodass eine aktive Nutzung möglich sein wird. Der Zwenkauer See wird seit Juni 2011 neutralisiert, seither sind über 17.500 Tonnen Branntkalk eingetragen worden. Dies läuft so ab, dass der Branntkalk vor Ort in der Neutralisationsanlage nahe Zitzschen abgelöscht und verdünnt wird. Die Kalkmilch wird der Flutungsleitung zugegeben und so in den See gespült, wo sie sich verteilt.

Ab wann kann das Nordufer bebaut werden? – Der Zwenkauer See unterliegt dem Abschlussbetriebsplan, daher ist ein Abschlussgutachten Voraussetzung für die Freigabe zur Bebauung. Das Gutachten wird derzeit erstellt. Des Weiteren verlaufen jedoch Baustraßen am Nordufer, so lange der Harthkanal im Bau ist. Insofern kann dieser Bereich voraussichtlich erst nach 2018 bebaut werden.

Stand der Antworten: 25.11.2014

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