LMBV: Artenvielfalt in wiedernutzbar gemachten Landschaften des Bergbaus

Experten tagten zur Biodiversität in Bergbaufolgelandschaften in Hohenmölsen

Donat Kreuzkröte Bergen

Hohenmölsen. Zu einer „Zweiten Fachtagung Biodiversität in Bergbaufolgelandschaften“ hatten am 27. September 2017 im Bürgerhaus Hohenmölsen Naturschützer und Bergbautreibende gemeinsam eingeladen.

Veranstalter waren die Heinz Sielmann Stiftung gemeinsam mit der MIBRAG; die LMBV, das FIB und die Sächsische Landesstiftung für Natur und Umwelt fungierten als Förderer und Partner der Tagung.

MIBRAG-Direktor Dr. Peter Jolas und Stiftungsvertreter Dr. Heiko Schumacher eröffneten die Veranstaltung. Zunächst wurden Naturschutzaktivitäten von Braunkohlen-Bergbauunternehmern im Osten Deutschlands vorgestellt. Dazu sprachen Maike Schierack zu „Landschaftspflege und Artenschutz“ bei der MIBRAG, Franziska Uhlig-May zu „aktuellen Schwerpunkten im Naturschutzmanagement der LEAG“ sowie Jörg Schlenstedt für den Bergbausanierer LMBV zu „Beispielen für eine naturnahe Gestaltung von Bergbaufolgelandschaften“ im mitteldeutschen Sanierungsrevier.

Im Anschluss stellten Vertreter aus Wissenschaft und Praxis aktuelle Projekte vor. So referierte u.a. Dr. Christian Hildmann vom FIB e.V. Finsterwalde zu „Arten und Lebensräumen in der Bergbaufolgelandschaft“. Stiftungsvertreter informierten zu dem Projekt eines länderübergreifenden „Biotopverbundes in Bergbaufolgelandschaften.“ Im Themenblock 3 wurden Fragen der „Wildnis in Bergbaufolgelandschaften“ bzw. die notwendige integrativer Ansätze bei der nachhaltigen Entwicklung solcher Flächen behandelt. Auch Aspekte der Vertretbarkeit dauerhaft gesperrter Kippenflächen wurden von Christof Voigt, Abteilungsleiter im Sächsischen Oberbergamt, beleuchtet. In der Diskussion wurde der Fragestellung nachgegangen, welche Naturschutzstrategie künftig die Artenvielfalt in den Bergbaufolgelandschaften sichern kann.

Veranstaltungsfotos: Axel Brinckmann, LMBV // Tierfotos: Ralf Donat, Heinz Sielmann Stiftung

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