LMBV: Australische Bergbauingenieure zu Gast am LMBV-Bergbaufolgesee

Gäste interessiert an LMBV-Entwicklungen am Geiseltalsee

Leipzig/ Mücheln. Am 29. September 2015 besuchten Bergbauexperten aus Australien das Geiseltal. James Faithful, Planungschef des Tagebaus Hazelwood und Betriebsdirektor Rob Dugan erkundeten gemeinsam mit LMBV-Abteilungsleiter Dietmar Onnasch und LMBV-Fachreferent Dr. F.C. Benthaus die traditionsreichen Braunkohlenabbaugebiete und heutigen Bergbaufolgelandschaften bei Mücheln.

Die australischen Bergmänner zeigten großes Interesse an der Arbeit der LMBV und stellten viele Gemeinsamkeiten fest. Sie sind Mitarbeiter eines vom Unternehmen GDF SUEZ in Australien betriebenen Braunkohlentagebaus Hazelwood im Latrobe-Tal, der rund 150 Kilometer östlich von Melbourne die Versorgung eines 1.542 MW Kraftwerkes absichert, das rund ein Viertel der elektrischen Energie des Staates Victoria liefert. Der Tagebau gewinnt dafür jährlich rund 18 Mio. Tonnen Kohle und hat bisher eine Fläche von 3.554 ha beansprucht. Der Tagebau beschäftigt ca. 540 Mitarbeiter und 300 mitwirkende Unternehmungen.

Mit der Privatisierung von drei staatlichen Bergwerken im Jahr 1996 gingen 75 Prozent der Anteile vom Tagebau Hazelwood am GDF Suez und 25 Prozent an Mitsui. Die Besonderheit des Braunkohlentagebaus im Staat Victoria sind dort regelmäßige Buschbrände, die in 2014 auch auf eine offene Flözfläche für ca. sechs Wochen überschlugen. Das Unternehmen beabsichtigt, einen Abschlussbetriebsplan für den Zeithorizont bis 2035 bis Ende 2015 zu erarbeiten. Die Gäste bekundeten daher großes Interesse an den deutschen Betriebsplan-Verfahren und der vorlaufenden Regionalplanung. Die Gäste wurden von Dr. Martin Schmid von der RWE Technology International GmbH begleitet. (us)

Fotos: LMBV/Benthaus

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