LMBV: Barbarakanal wird im Jahr 2018 schifffahrtstechnisch ausgestaltet

Ausstattung wird aus heutiger Sicht bis ca. August 2018 abgeschlossen sein

Senftenberg. Der Barbarakanal (Überleiter 9) verbindet den Geierswalder See (Restloch Koschen) mit dem Partwitzer See (Restloch Skado). Dieser und das damit erforderliche Kombibauwerk aus Brücke und Wehr entstanden zunächst als hydraulischer Überleiter zur allmählichen Befüllung der Tagebau-Restlochkette bzw. der Bergbaufolgeseen mit Wasser. Mit Erreichen der Stauziele und einer ausgeglichenen Wasserbeschaffenheit zwischen den Seen sollen diese Bauwerke künftig auch als schiffbare Verbindung für die Sport- und Freizeitschifffahrt genutzt werden.

„Der Barbarakanal hat eine Länge von rund 1.150 m und ist frühzeitig mit geböschten Ufern in der Bergbausanierung hergestellt worden,“ beschreibt LMBV-Pressesprecher Dr. Uwe Steinhuber die Wasserstraße. Zum Erreichen der sog. „Schiffbarkeit des Barbarakanals“ ist dieser nach der BinSchStrO von 2011 zudem noch schifffahrtstechnisch auszustatten. Dazu werden folgende Leistungen vom Bergbausanierer LMBV geplant und ausgeführt, wie die das Unternehmen auf Nachfrage erklärte.

  • Es sind jeweils seeseitig vor dem Kanal „Seewartestellen“ zu errichten.
  • Ost- und westseitig vor der Durchfahrt des Kombibauwerkes entsteht jeweils eine Kanalwartestelle.
  • Zur Umsetzung des Verkehrskonzeptes sind Leiteinrichtungen und Tafelzeichen an Land, am Kombibauwerk und im Gewässer zu setzen.
  • Das Kombibauwerk ist gegen Schiffsanfahrung zu sichern.

Die Maßnahme befindet sich derzeit im Ausschreibungsprozess durch die LMBV, wobei der Bau aus heutiger Sicht bis ca. August 2018 abgeschlossen sein könnte bzw. sein soll, bestätigt Dr. Steinhuber. „Im Anschluss an die Baumaßnahme müssen noch die erforderlichen behördlichen Abnahmen und Funktionsprüfungen erfolgen“, ergänzt der mit der Umsetzung betraute LMBV-Projektmanager Steffen Kowalick.

Foto: Archiv LMBV / Peter Radke für LMBV / Mai 2017

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