LMBV: Bau einer Wasserbehandlungsanlage bei Neustadt kommt weiter voran

Optimierung der Eisenminderungsanlage in Burgneudorf erfolgt bis Herbst; Bau an der Ruhlmühle ab 2020 geplant

Blick auf die Spree bei Neustadt

Senftenberg/Neustadt. Bei Neustadt und an der Ruhlmühle an der Spree (Fluss links im Bild) sollen im Auftrag der LMBV schrittweise zwei weitere modulare Wasserbehandlungsanlagen (MWBA) entstehen.

Sie werden dann die bereits vom Sanierungsunternehmen errichtete containergestützte modulare Behandlungsanlage bei Burgneudorf ergänzen. Diese mittelfristigen Abfangmaßnahmen werden Ende 2020 investiv abgeschlossen sein und voraussichtlich ab 2021 im Dauer-/Regelbetrieb ihre Wirkung entfalten.

Der Aufbau einer containergestützten, modularen Wasserbehandlungsanlage am Grundwasser-Abfanggraben in der Ortslage Neustadt/Spree wurde vom Bergbausanierer bereits zielstrebig umgesetzt. Durch eine erforderliche Bauentwurfsänderung zur Ausführung der Sedimentationscontainer gab es eine kurze zeitliche Unterbrechung im Bauablauf. Grund hierfür waren Erkenntnisgewinne aus der Anlage in Burgneudorf, die auf die Anlage in Neustadt noch mit übertragen wurden.

Die parallelen planerischen Schritte der erforderlichen Nachrüstung/Umbauten der MWBA Burgneudorf wurden im August 2018 von der LMBV und ihren Auftragnehmern abgeschlossen. Im vierten Quartal 2018 wurde vor Ort ein Testbetrieb durchgeführt, an den sich der Umbau der Anlage im 1. Halbjahr 2019 anschließt. Die Nachrüstungs- bzw. Umbauarbeiten zur verfahrenstechnischen Optimierung werden voraussichtlich im dritten Quartal 2019 abgeschlossen sein. Im vierten Quartal 2019 erfolgt nach derzeitigem Stand der Funktionstest einschließlich der Inbetriebnahme und des Probebetriebs der nachgerüsteten Gesamtanlage. Dem schließt sich noch ein Einfahrbetrieb für die MWBA Burgneudorf an.

Die Fertigstellung der Bauleistungen und die Inbetriebnahme der MWBA in der Ortslage Neustadt/Spree sind für Mitte 2019 vorgesehen, an die sich der geplante Funktionstest, Probe- und Einfahrbetrieb bis Ende 2019 anschließen. Die dritte von der LMBV geplante modulare Wasserbehandlungsanlage an der Ruhlmühle befindet sich derzeit noch im Planungsstadium. Ihr Baustart ist im vierten Quartal 2020 vorgesehen.

Diese mittelfristigen Abfangmaßnahmen werden Ende 2020 investiv abgeschlossen sein und voraussichtlich ab 2021 im Dauer-/Regelbetrieb ihre Wirkung entfalten. Diese drei Anlagen sollen mit helfen, die Eisenbelastung der Spree und der Kleinen Spree weiter zu reduzieren. Die modularen Wasserbehandlungsanlagen sind für einen Abreinigungsgrad von bis zu 90 Prozent geplant, genehmigt und realisiert. Dies bedeutet, dass mit der Anlage künftig die Eisenkonzentration im gehobenen Grundwasser um 90 Prozent gemindert wird, bevor es in die Fließgewässer wieder abgegeben wird.

Die Eisenreduzierung, bezogen auf das Schutzgut - hier die Fließgewässer Kleine Spree und Spree - besteht in der Eisenfrachtminderung, die eine erhebliche Konzentrationsreduktion zur Folge hat. Diese wird dann an ausgewählten Referenzmessstellen an Flusspegeln durch ein Monitoring überprüft. Der tatsächliche erreichte Wirkungsgrad der drei Anlagen wird erst im Dauer- bzw. Regelbetrieb der kumulativ betriebenen Einzelmaßnahmen festgestellt werden.

LMBV: Luftbild der Lage der künftigen MWBA Neustadt (Baubeginn) an der Hauptspree

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