LMBV: Bekalkungsanlage an der Spree vorübergehend im Sommermodus

Hoher natürlicher Eisenrückhalt in der Vorsperre Bühlow bei niedrigen Spreeabflüssen

Senftenberg/Spremberg. Die Anlage bei Wilhelmsthal als Teil der Wasserbehandlung an der Spree ist vorübergehend -  mit behördlicher Zustimmung - auf „Sommerbetrieb“ umgestellt worden. Dazu liegt ein „Konzept zum Bedarfsgerechten Betrieb“ aus dem Jahr 2015 vor.

Dem haben die Untere Wasserbehörde, das LfU und das LBGR zugestimmt. Danach ist in Auswertung des langjährigen Monitorings während der Sommermonate ein Betrieb der Wasserbehandlungsanlage an der Vorsperre unter den gegenwärtigen Bedingungen nicht grundsätzlich erforderlich.

Die Kombination aus günstigen hydrologischen und hydrochemischen Bedingungen führt überwiegend zu einem anteilig hohen natürlichen Eisenrückhalt in der Vorsperre Bühlow. Die Abflüsse in der Spree sind vergleichsweise niedrig. Die Eisen-gesamt-Konzentration im Zufluss zur Talsperre sinkt in den Sommermonaten im Zulauf zur Spree. Das Eisen wird bereits im Flussverlauf der Spree anteilig zurückgehalten.

Die hohen sommerlichen Wassertemperaturen gewährleisten eine schnelle Oxidation von Eisen(II) zu Eisen(III) bereits in der Spree. Unter den Bedingungen des Sommeraspektes ist deshalb der Gewinn an Eisenrückhalt durch die Wasserbehandlung an der Vorsperre Bühlow deutlich geringer als in den Wintermonaten. Im Konzept sind entsprechende Entscheidungskriterien für die Übergänge vom Winterbetrieb in den Sommerbetrieb und umgekehrt enthalten.

Aktuell erfolgte am 24.05.2016 die Anfrage der LMBV an die UWB, die Anlagen auf bedarfsgerechten Sommerbetrieb umstellen zu dürfen. Am 27.05.2016 stimmte die UWB dem zu. Die Analytik wird wie gewohnt weitergeführt, um die im Konzept bestimmten Rahmenbedingungen und definierten Entscheidungskriterien im Auge zu behalten.

Die Wasserbehandlungsanlage wurde mit der endgültigen Leerung der Kalksilos am 03.06.2016 und mit der Leerung der FHM-Silos am 09.06.2016 abgefahren. Damit wird die Wasserbehandlung der Spree nun bis auf weiteres ausgesetzt. Die tägliche Probenahme wird fortgesetzt, so dass zeitnah die Entscheidung getroffen werden kann, die Anlagen wieder in Betrieb zu nehmen.

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