LMBV: Bereichsleiter Manfred Kolba mit Rückblick auf die Entwicklung der Restlochkette

100. Sitzung des Braunkohlenausschuss-Arbeitskreises Meuro/Seengebiet in Großräschen

Senftenberg/Großräschen. Mit Blick auf den fast fertig gefluteten Großräschener See trafen sich am 7. März 2018 die Mitglieder des Arbeitskreises Meuro/Seengebiet des Brandenburger Braunkohlenausschusses in Großräschen.

Die LMBV begleitet das Gremium mit kompetenten Vertretern des Sanierungsbereiches Lausitz und der entsprechenden Planungsabteilungen von Anfang an mit.

Die größtenteils ehrenamtlich agierenden Mitglieder wurden herzlich vom Vorsitzenden Wolfgang Klepsch im Haus 3 zu der nun schon 100. Sitzung begrüßt. Als Ehrengäste kamen mit Grußworten der Landrat des Landkreises Oberspreewald-Lausitz, Siegurd Heinze, der Vorsitzende des Brandenburger Braunkohlenausschusses, Holger Bartsch und der Bürgermeister der gastgebenden Großräschen Thomas Zenker zu Wort. Sie würdigten das Engagement der Arbeitskreis-Mitglieder, die seit der Gründung des Braunkohlenausschusses und dem Aufstellen der Arbeitskreise in den 90er Jahren intensiv die Geschicke der Braunkohlesanierung im „Restloch-reichsten Landkreis“ im Süden von Brandenburg mit gestaltet haben.

Der Landrat erinnerte in diesem Zusammenhang an die erste Sitzung im „Sestern“ in Senftenberg und die ruhige und überlegte Leitung des Arbeitskreises über einen Zeitraum von 24 Jahren durch den promovierten Geotechniker Dr. Tschirner, der weiter als Mitglied aktiv ist. Dr. Norbert Tschirner war damals Mitglied des Senftenberger Kreistages und hat als Mann der ersten Stunde den Vorsitz im neu gegründeten Arbeitskreises Meuro/Seengebiet übernommen. Kurz nach der politischen Wende 1989 wurde der Ruf nach einem öffentlichen Mitspracherecht zu den Themen Braunkohlenbergbau und Bergbausanierung laut.

„Es gab natürlich auch während der DDR-Zeit schon Betriebspläne und Abschlusspläne für die Bergbaunachfolge, Aber in diese Dokumente bekamen fast ausschließlich amtliche Stellen und Behörden Einblick“, erinnert sich gegenüber der Lausitzer Rundschau Wolfgang Klepsch, der heute den Arbeitskreis Meuro/Seengebiet leitet. 1990 wurde deshalb der Braunkohlenausschuss Brandenburg gegründet, der seinen Sitz im Zentrum des Lausitzer Bergbaureviers in Cottbus bekam. Dem Ausschuss gehörten seitdem neben den betroffenen Kommunen, dem Bergamt oder Gewässerverbänden nun auch Kirchenvertreter, Unternehmer- und Wirtschaftsverbände, Naturschutzverbände und beispielsweise die Domowina als Sprecher der Sorben an. Um konkret und regio­nal arbeiten zu können, wurden insgesamt acht regionale Arbeitskreise gebildet, von denen einer der Arbeitskreis Meuro/Seengebiet ist.

Auf der Tagesordnung der Jubiläumssitzung des Arbeitskreises Meuro/Seengebiet auf den IBA-Terrassen in Großräschen standen weiterhin ein Rückblick auf die Entwicklung der Restlochkette von LMBV-Bereichsleiter Manfred Kolba sowie ein Bericht von Klar-Heinz Meinert zu den Erfahrungen aus der Geschichte des Senftenberger Sees für die Entwicklung der Seenlandschaft aus Sicht des NABU. Dies wurde von einem Vortrag vom Direktor des FIB Dr. Haubold-Rosar über „Wasser als Lebensgrundlage für Landschaften“ ergänzt.

Im Mai und Oktober 2018 sind weitere Sitzungen des Arbeitskreises geplant - unter anderem mit diesen Themen: Befahren der Rainitza mit Ableiter, Auslauf und Pumpstation sowie des Wasserbehandlungsschiff auf dem Restloch Skado. Im Oktober stehen dann das Abrechnen der im Jahr 2018 von der LMBV realisierten Maßnahmen in den Sanierungsplangebieten Meuro, Meuro-Süd, Seenkette Sedlitz-Skado-Koschen und im Raum Hosena auf der Agenda. Für die Oktober-Sitzung ist aber auch das Vorstellen der beiden neuen Masterpläne für den Koschendamm und den Bereich Altdöbern durch den Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg angekündigt.

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