LMBV: Bergbauliche Wasserabgaben stützen Pleiße, Spree und Schwarze Elster

LMBV: Wasser aus der Wasserbehandlungsanglage Rainitza stützt die Schwarze Elster
LMBV: Wasser aus der Wasserbehandlungsanglage Rainitza stützt die Schwarze Elster

Flutungszentrale der LMBV hat Bilanzzahlen für das 1. Halbjahr 2018 ermittelt

Speicher Lohsa II
Speicher Lohsa II

Senftenberg/Leipzig. Die seit Wochen anhaltende niederschlagsarme Witterung mit hohen sommerlichen Temperaturen bewirkt in den Flussgebieten der Lausitz und teilweise auch in Mitteldeutschland eine anhaltende Niedrigwassersituation.

Dem wirken auch Abgaben aus bergbaulichen Speicherbecken und Bergbaufolgeseen entgegen. Laut der LMBV-Flutungszentrale kann folgende Zwischenbilanz aus Sicht des Bergbausanierers bisher gezogen werden.

Bilanz 1. Halbjahr Lausitz :

Der Flutungsmenge von 44,4 Mio. m³ in 2018 steht eine Ableitungsmenge aus den Bergbaufolgeseen von bisher 44,3 Mio.m³ gegenüber, zuzüglich der Mindestwasser-stützungen für Vorfluter.

Bilanz 1. Halbjahr Mitteldeutschland :

Der Flutungsmenge von 12,4 Mio.m³ steht eine Ableitungsmenge von 31,8 Mio.m³ gegenüber. Nach Abstimmungen zwischen der LDS und der LMBV Ende Juli wird der Störmthaler See nun zusätzlich insgesamt ca. 1,5 Mio. m³ als Niedrigwasserstützung für die Pleiße abgeben – dies bedeute eine Wasserspiegelabsenkung von bis zu 0,20 m im Bergbaufolgesee.

Bisher wurden in der Lausitz rund 12 Mio. m³ für die Niedrigwasserstützung der Spree aus dem vertraglich gebundenen Talsperren-Kontingent von 20 Mio. m³ mit der Landestalsperrenverwaltung von Mai bis Ende Juli 2018 aufgebraucht. Bei der weiter anhaltenden Wetterlage und bei Beibehaltung der Abgaben könnte dieses Kontingent bis Anfang September ausgeschöpft sein.

Zusätzlich zu den Abgaben der sächsischen Talsperren stellten die im Probestau befindlichen LMBV-Bergbauspeicher wie das Speicherbecken Bärwalde rund 6 Mio. m³ und das Wasserspeichersystem Lohsa II etwa 26 Mio.m³ bisher für die Spree bereit. Aktuell gibt das WSS Lohsa II circa 1 m³/s und das Restloch Scheibe 0,2 m³/s an die Kleine Spree/Spree ab. Noch stehen aus dem Kontingent zur Niedrigwasseraufhöhung ca. 8 Mio. m³ aus den Talsperren und bei moderater Nutzung ca. 15 Mio. m³ aus den LMBV-Bergbauspeichern SB Bärwalde, SB Lohsa II sowie SB Burghammer bis Ende September zur Stützung des Spree-Flussgebietes zur Verfügung.

Die GWRA Rainitza stützt bereits seit Wochen die Schwarze Elster mit 0,5 m³/s ebenso wie das LfU-Speicherbecken Niemtsch – der Senftenberger See – mit derzeit 1,0 m³/s. Seit 20.07.18 ist der Abfluss in der Schwarze Elster am Pegel Neuwiese auf <0,3 m³/s gefallen. Damit sind auf der Fließstrecke bis Kleinkoschen die Verluste so hoch, dass über die Wehrklappe in Kleinkoschen kein Wasser mehr läuft. Seit 23.07.2018  ist der Bereich vor dem Wehr Senftenberg trocken. Mit der Stützung aus der Grubenwasserreinigungsanlage Rainitza bzw. dem Restloch Sedlitz stützt die LMBV die Schwarze Elster im Stadtgebiet von Senftenberg.

Quelle: FZL / Stand: 01.08.2018

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