LMBV: Bergbausanierer hält an Freigabe-Ziel für Senftenberger See fest

Schwimmende Technik auf Senftenberger See intensiv im Einsatz

Senftenberg. Im Auftrag der LMBV arbeiten derzeit zwei Firmen mit vereinten Kräften an der Sanierung des im Dürresommer 2018 gerutschten Inselabschnitts im Senftenberger See. Um den Saisonstart am 1. April 2019 am See zu gewährleisten und die Nutzung des Sees wieder zu ermöglichen, werden derzeit im Zuge der Gefahrenabwehr u.a. unter Wasser Massen verbracht, um die Standsicherheit im Rutschungsgebiet an der Insel wieder herzustellen. Dazu sind mehrere Pontoneinheiten und Boote im Einsatz, die mit Saugspüleinheiten und Baggern ausgestattet sind.

Am 13. September 2018 kam es innerhalb des geotechnischen Sperrbereichs an einem Randbereich der Insel des Senftenberger Sees zu einer Rutschung. Begünstigend für das Eintreten dieses Ereignisses wirkte der aufgrund der lang anhaltenden Trocken- und Hitzeperiode 2018 niedrige Seewasserspiegel im Zusammenhang mit der allgemeinen Niedrigwassersituation in den Flussgebieten Spree und Schwarze Elster.

Daraufhin wurden der See und der Uferbereich nach einer Anordnung des Landesamtes für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg gesperrt werden. Die Sicherungsarbeiten konnten bereits im Dezember 2018 beginnen. Zunächst wurde Treibholz beräumt, später mit Saugspüleinheiten unter Wasser Untiefen beseitigt und zur Auffüllung von Tieflagen Massen verbracht, um den Rutschungsbereich zu stabilisieren.

Die künftigen Arbeiten ab Herbst 2019 sollen so ausgeführt werden, dass sowohl den Belangen des Naturschutzes Rechnung getragen, als auch die touristische Nutzung in der Saison gewährleistet wird. Der heutige Senftenberger See ist, wie so viele andere Seen der Lausitz, ein geflutetes Tagebaurestloch. Von 1941 bis 1966 wurde im Tagebau Niemtsch Braunkohle gefördert, dabei wurde die entstandene Innenkippe des Tagebaus nicht geotechnisch gesichert. Die jetztigen Sicherungsmaßnahmen sind Auftakt einer notwendigen langjährigen Sicherung der Insel mit dem Ziel, die Bergaufsicht zu beenden. (Stand 19.03.2019)

Position der LMBV nach Medienberichten vom 18.03.2019 zum Thema: „Saison-Start in Gefahr“

Senftenberg. Die LMBV hält entgegen jüngster Medienberichte am Freigabe-Ziel des Senftenberger Sees fest. Die Ende 2018 von der LMBV beauftragte Sanierungsfirma zum Durchführen von Sicherungsarbeiten auf dem Senftenberger See hatte in einem wettbewerblichen Vergabeverfahren die notwendigen Nachweise und Befähigungen zur Durchführung der Leistungen vorgelegt und erhielt als Bestbieter damit auch den Auftrag.

Das angesprochene LMBV-Sanierungsschiff „Klara“ wurde lediglich zur Unterstützung der laufenden Arbeiten, z.B. für Navigationsarbeiten, ergänzend zum Einsatz gebracht. Für die reine Leistungserfüllung ist die „Klara“ nicht geeignet. Das Schiff ist nicht wie im Beitrag der „Bild“ (Ausgabe Berlin/Brandenburg vom 18. März 2019) dargestellt, ein „bundeseigenes Schiff“, sondern befindet sich im Eigentum der LMBV. Die darin zitierten kritischen Darstellungen des Sachverständigen bezüglich der Leistungserfüllung bezogen sich auf die Situation Ende Januar/Anfang Februar 2019, wo es aufgrund des Frosts zur Eisbildung auf dem Senftenberger See kam, was sich natürlich ungünstig auf die Leistungsentwicklung auswirkte. Das sind jedoch Ergebnisse, mit denen man bei einer Baudurchführung im Winter auf einem See rechnet.

Die LMBV hat dann gemeinsam mit dem Auftragnehmer Maßnahmen zur Leistungserfüllung beraten und eine weitere Fachfirma zur Unterstützung zum Einsatz gebracht, um die festgelegten Leistungsziele bis zum 31.03.2019 zu erreichen. Die LMBV hat damit die notwendigen Festlegungen getroffen und befindet sich mit den zuständigen Behörden und dem Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg in Abstimmung, dass mit der Fortführung der Arbeiten bis zum 31.03.2019 die Nutzungsfreigabe des Sees zum Saisonbeginn am 1. April 2019 erfolgen kann. (Stand 18.03.2019)

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