LMBV: Bergbausanierer Karsten Handro informierte über Lausitzer Seenland-Projekte

Regionalkonferenz Lausitzer Seenland 2019 in Hoyerswerda erneut mit LMBV-Beitrag

Hoyerswerda. Karsten Handro, LMBV-Abteilungsleiter Projektmanagement, sprach vor rund einhundert Teilnehmern der diesjährigen Regionalkonferenz Lausitzer Seenland 2019 in Hoyerswerda im Auftrag des Sanierungsbereiches Lausitz zu den aktuellen LMBV-Sanierungsarbeiten im entstehenden Lausitzer Seenland.

Dabei stellte Handro laufende und kommende Sanierungsvorhaben der LMBV an zwölf Bergbaufolgesee in Sachsen und Brandenburg vor und ging auch begleitende Projekte ein. So informierte er u.a. über die Filterbrunnenverwahrung am Bergheider See, die Strandgestaltung am Großräschener See, den Stützwandbau und Steinverbau am Sedlitzer See, das Errichten eines Schiffsanlegers und die anstehende Folgekonditionierung im Partwitzer See, die Böschungsarbeiten am Geierswalder See, die wiederaufgenommene Sofortsicherung im Senftenberger See, die bevorstehende Erörterung des Planfeststellungsantrags für den Scheibe-See, die Verdichtungsmaßnahmen am Knappensee sowie die Anpassung der Schwimmsteganlagen und Anlanderampen am Bärwalder See. Er informierte auch über den Stand der Arbeiten an Überleiter 3 und Überleiter 3a und den Fortgang der sSPV in der Innenkippe Spreetal.

„Die enge kreisübergreifende gute Zusammenarbeit im Lausitzer Seenland sei eine besondere“, mit diesen Worten eröffnete der Bautzener Landrat Michael Harig die diesjährige Regionalkonferenz zum Lausitzer Seenland im Schloss Hoyerswerda am 13. November 2019. Der Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen hatte alle wichtigen Akteure dieser neuen Urlaubsregion eingeladen, um mit gemeinsam über die „Relevanz des Lausitzer Seenlandes im regionalen Strukturwandel“ nachzudenken. Mit dabei waren verschiedenste brandenburgische sowie sächsische Vertreter aus den im Seenland liegenden Städten, Kommunen und Gemeinden sowie aus der Wirtschaft.

Im Anschluss an Landrat Harig gaben Detlef Wurzler, Verbandsvorsteher Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg, und Daniel Just, Geschäftsführer des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Sachsen, jeweils einen Rückblick auf das vergangene Jahr sowie einen Ausblick auf die kommenden Projekte. So planen die Brandenburger unter anderem den Bau einer neuen Landmarke zw. Funktionalgebäudes am Sedlitzer See in Form eines umgedrehten Kanus.

Auf sächsischer Seite wird im Rahmen eines Ideenwettbewerbs ein „Masterplan Erikasee und Koritzmühler See“ entwickelt. Als eines der wichtigsten Ziele der Zweckverbände nannten Detlef Wurzler und Daniel Just den weiteren Aufbau eines weitausstrahlenden positiven Images des Seenlandes und damit auch als positiven weichen Faktor für Gäste- und Investoren-Entscheidungen.

Der Tourismusverband Lausitzer Seenland e.V. stellte ein modernes digitales Gästeinformationssystem vor. In diesem sind alle Informationen zu Aktivitäten, Gastronomie, Unterkünften und Veranstaltungen in der Region gebündelt. Prof. Dr. Stefan Zundel von der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus‒Senftenberg stellte seine Idee von „Elektrobussen im Lausitzer Seenland“ vor, dessen Ziele es sind, die Anzahl der Touristen, die per Auto anreisen zu reduzieren, sowie wichtige Tourismuspunkte miteinander zu vernetzen.

Den Abschluss der Konferenz bildeten die Statusberichte der Lausitzbeauftragten für Brandenburg und Sachsen. Dr. Klaus Freytag vom Land Brandenburg betonte in seinem Vortrag, wie wichtig es sei, die Verknüpfungspotentiale in der Region zu nutzen, aber auch die Bedeutung von attraktiven Ausbildungsangeboten: „Die Strukturveränderungen brauchen auch Leute.“ Zudem müssten die Menschen der Region ebenfalls mitgenommen und einbezogen werden, soll der Wandel gelingen.

Dr. Stephan Rohde, Revierbeauftragter des Landes Sachsen, sieht im Seenland-Tourismus einen wichtigen „Botschafter der Region Lausitz“. Ziel der Verbände sollte es daher sein, eine Gesamtmarke Lausitz zu etablieren und hochwertige Angebote zu schaffen. Die Veranstaltung endete mit einer regen Diskussion und dem Fazit, dass die Rückkehr zu einer gewissen Pragmatik eine Grundvoraussetzung dafür sei, dass alle guten Ideen für den Image-Wandel der Lausitz von einem Bergbaugebiet zum Lausitzer Seenland zügig umsetzen zu können. (Alle Fotos: Peter Radke)

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