LMBV: Bergbausanierer und LUG öffneten Tore der neuen MWBA Neustadt/Spree

Großes Interesse vom Aktionsbündnis Klare Spree und weiteren Interessierten

Neustadt/Spree. Am 14. August 2019 hatte die LMBV gemeinsam mit der Ingenieurgesellschaft LUG Engineering GmbH Mitgliedern des Aktionsbündnisses Klare Spree zusammen mit interessierten Bürgern ermöglicht, die kürzlich fertiggestellte und in den Testbetrieb überführte MWBA in Neustadt /Spree zu besichtigen.

Die neue Modulare Wasserbehandlungsanlage (MWBA) wurde im Auftrag der LMBV errichtet. Die LUG hat diesen Eisenfänger wesentlich mit entwickelt und projektiert. Daher begrüßten Sven Radigk, Leiter der Projektgruppe Gewässergüte Fließgewässer Lausitz bei der LMBV, und LUG-Chefingenieur Hans-Jürgen Kochan die Gäste, darunter u.a. den Sprecher des AKBS Winfried Böhmer und die Grünen-Politiker Ben Raschke, Wolfgang Renner und Isabell Hiekel sowie die Spreetaler Fachgruppe Wasser unter Führung von Dr. Richard Teuchert.

Nach einjähriger Bauzeit wurden Ende Juni 2019 die Bauarbeiten abgeschlossen und die Anlage in einen Funktionstest und Einfahrbetrieb überführt werden. Die MWBA kann bis zu 50 Liter pro Sekunde aus dem vorgeschalteten Graben Neustadt aufnehmen und behandeln. Derzeit werden etwa 20 Liter mit einem Eisengehalt von derzeit 310 mg/l aus dem Zufluss in die Anlage gepumpt und mit Branntkalk sowie in geringen Dosen mit Flockungshilfsmittel (FHM) versetzt. Das gefällte Eisenhydroxid wird in Containern abgesetzt, trocken geschleudert und fachgerecht entsorgt.

Genehmigungsseitig soll die Anlage eine Eisen-Abreicherung von mindestens 90 Prozent erreichen. Dieser Vorgabewert wird bereits unterschritten - im wieder abgegeben Klarwasser in die Spree wurden derzeit nur 2,5 mg/l Eisen-gesamt gemessen. Die Anlage ist als Zwischenlösung zur Reduzierung der Eisenbelastung für die kommenden 8 bis 10 Jahre als mittelfristiger Baustein zur Teilentlastung der Spree konzipiert, bevor das langfristige Gesamtkonzept der LMBV für das Spreegebiet Südraum über zu führende bergrechtliche Planfeststellungsverfahren genehmigt und nachfolgend schrittweise umgesetzt werden kann.

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