LMBV: Bergbausanierer unterstützen Erstellen eines Konzeptes im Raum Seese-Schlabendorf

Erste Zwischenergebnisse für ein „REK Bergbaufolgelandschaft Seese-Schlabendorf“ am 30. März 2017 in Calau vorgestellt

Calau. Am 30. März 2017 wurden in Calau erste Zwischenergebnisse für einen Entwurf eines REK in der Bergbaufolgelandschaft Seese-Schlabendorf vorgestellt.

Die Beauftragung zum Erarbeiten des Regionalen Entwicklungskonzeptes REK Bergbaufolgelandschaft Seese-Schlabendorf erfolgte durch das Land Brandenburg, die Abteilung GL 4 des MIL auf Antrag der vier Städte Calau, Luckau, Lübbenau und Vetschau. Beauftragt wurde die Fa. KEM Kommunalentwicklung Mitteldeutschland GmbH mit dem Nachauftragnehmer IPRO Consult GmbH. Die Bearbeitung läuft seit November 2016. Regelmäßig alle sechs Wochen tagt dazu der Planungsrat, bestehend aus den auftragnehmenden Firmen, den Vertretern der vier Städte und einem Vertreter der LMBV.

Seitens der LMBV wird das Vorhaben zum Erstellen eines REK Bergbaufolgelandschaft Seese-Schlabendorf begrüßt und unterstützt. Eine solche informelle Planung stellt gleichzeitig eine Unterstützung der weiteren Planungen des Bergbausanierers in dem Bereich dar. Dabei können Planungen der LMBV entsprechend den Ergebnissen des REK so ausgerichtet werden, dass Ziele der entsprechenden Kommunen mit berücksichtig werden.

Die LMBV hat im Planungsrat eine beratende Stimme und hat bisher zur Realisierung des REK ihrerseits Informationen zur bisherigen und zur weiteren Sanierungstätigkeit, bereits vorliegende Planungsunterlagen wie Nachnutzungskonzeptionen u. ä. für die betreffenden Bereich sowie Karten- und Fotomaterial beigesteuert.

Auch in der weiteren Bearbeitung wird die LMBV das Vorhaben entsprechend Ihren Möglichkeiten unterstützen. Die Erarbeitung des REK ist bereits jetzt auf ein breites Interesse in der Öffentlichkeit der Region gestoßen. Im letzten Arbeitskreis Seese-Schlabendorf am 27.02.2017 wurde seitens der Stadt Luckau, die auch federführend ist, der derzeitige Bearbeitungsstand vorgestellt.

Ein REK ist ein Instrument der Regionalplanung und der regionalen Wirtschaftsförderung mit gesetzlicher Verankerung im ROG. Es gibt eine Orientierung an Problem- bzw. Entwicklungszusammenhängen und konzentriert sich auf die Kernprobleme. REK haben in der Regel informellen Charakter und entfalten keine direkte rechtliche Wirkung. Sie binden und berücksichtigen jedoch relevante lokale Akteure bei einem mittelfristigen zeitlichen Planungs- und Realisierungshorizont ein. Die klassischen REK-Gliederungen umfassen eine Problembeschreibung, die Bestandsaufnahme/-bewertung sowie Aussagen zur Perspektiventwicklung und Entwicklungsempfehlungen.

Im Ergebnis der Untersuchungen haben die Auftragnehmer folgende strategische Handlungsansätze und Handlungserfordernisse aufgezeigt:

  • Anpassen bereits vorhandener Infrastruktur, z.B. an der Marina Schlabendorf, an zeitgemäße Erfordernisse
  • Festlegen von Flächen mit erhöhtem Pflege- und Vorhaltebedarf , z. B. im Schlosspark Fürstlich Drehna)
  • Ausbauen und Weiterentwickeln der vorhandenen touristischen Standorte, z. B. der Slawenburg und des Natur-Erlebniszentrums Wanninchen
  • Schaffen zusätzlicher touristischer Einrichtungen/Angebote an den entwicklungsfähigen Seen und in den ländlich geprägten Ortsteilen
  • Konzentration auf die Entwicklung von Bischdorfer See und Schlabendorfer See
  • Notwendiges Vernetzen der Seen, der Landschaft und Städte mit den Anbindungsschwerpunkten Spreewald und Calauer Schweiz
  • Ausrichten auf die Hauptzielgruppen des Reisegebiets Spreewald
  • Um- und Neugestalten von Ortsbildern und Übergangsbereichen.

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