LMBV: Bisher schon mehr als 1.800 Baulichkeiten vor aufsteigendem Grundwasser geschützt

Rund 1.000 Objekte und Häuser stehen noch auf der Arbeitsagenda der Bergbausanierer

Senftenberg. Rund 1.800 Baulichkeiten konnten in den ostdeutschen Braunkohlerevieren bereits vor aufsteigendem Grundwasser geschützt werden. Für rund 1.000 Objekte soll dies in den kommenden Jahren noch im Rahmen der Bergbausanierung – auf Basis des sog. § 3 des VA Braunkohlesanierung – geplant und umgesetzt werden.

„Die Arbeiten an solchen Projekten sind derzeit noch nicht abgeschlossen. Aus gegenwärtiger Sicht sind zukünftig noch für rund eintausend Objekte und Häuser Schadensabwehrkonzepte und Planungsleistungen hinsichtlich einer notwendigen Sicherung gegen Gefahren aus dem Grundwasserwiederanstieg zu erarbeiten, so kürzlich der zuständige LMBV-Bereichsleiter Dirk Sonnen.

Die überwiegende Zahl erfolgt in Form von Einzelhaussicherungen. Der Schwerpunkt der Bearbeitung liegt künftig in der Lausitz regional in den Bereichen Lübbenau und Lauchhammer/Schwarzheide sowie in Mitteldeutschland in den Regionen Delitzsch, Witznitz/Bockwitz, Golpa-Nord/Gröbern, Brehna und punktuell in Thüringen.

Hintergrund: Auf die Fortschritte in der Sanierung der ehemaligen Braunkohlentagebaue folgt sukzessive das Einstellen der Grundwasserabsenkungsmaßnahmen und die Flutung der Tagebaurestlöcher. Für die Bewältigung der Probleme, die sich aus dem anschließenden Wiedereinstellen des natürlichen Grundwassersstands in den jahrzehntelang trockengehaltenen Gebieten ergeben, haben sich Bund und Braunkohleländer schon seit 2003 auf eine Finanzierung im Rahmen der Leistungen nach §3 der Verwaltungsabkommen verständigt.

Die LMBV hat hier vielfältige Lösungen gesucht, geplant und zur Anwendung gebracht: bisher sind schon 490 Einzelhäusern mittels Dichtungs- und Drainagemaßnahmen gesichert bzw. mit weitgreifenden Flächenlösungen erfasst worden. Durch Gewässerumbaumaßnahmen, das Wieder- bzw. Neu-Errichten von Entwässerungsgräben und den Bau von Horizontalfilterbrunnen konnten bisher schon über 1.822 Objekte geschützt werden. Ein gutes Beispiel dafür ist die fast fertige Flächenlösung bei Altdöbern.

Der Bund und die Braunkohleländer haben für die Zeit des nächsten Verwaltungsabkommens die dafür notwendigen Finanzmittel bereitgestellt, um die dort eingeordneten Leistungen durch die LMBV umsetzen zu können. Die LMBV und die Betroffenen stehen in der Verantwortung, gemeinsam die jeweils wirtschaftlichste und verträglichste Lösung für jeden Fall zu finden und zeitgerecht umzusetzen.

 

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