LMBV: Bojensetzen auf dem Bärwalder See im Auftrag des Freistaates Sachsen

Austonnung mit 38 Bojen zum Absichern der Wassersportsaison 2016 erfolgt

Senftenberg/Boxberg. Im Rahmen des Paragrafen 4 des Verwaltungsabkommens V zur Braunkohlesanierung in der Laufzeit 2013 -2017 ist die LMBV mit der Projektträgerschaft bei Maßnahmen zum Erhöhen des Folgenutzen-Standards an den Bergbaufolgeseen im Freistaat Sachsen beauftragt worden. Auf Basis einer abgestimmten Projektliste gehört auch die Grundausstattung mit Wasserkennzeichen entsprechend der Sächsischen Schifffahrtsverordnung dazu. Sofern die Kennzeichnung noch betriebsnotwendiger Seeflächen notwendig ist, werden die Seekennzeichen auch aus anderen Quellen finanziert.

Der Bärwalder See wird entsprechend dem Gesetz zur Änderung wasserrechtlicher Vorschriften vom 11.07.2013, Artikel 1 - Sächsisches Wassergesetz (SächsWG), § 17 - Schifffahrt, Abs. 2 und Anlage 2 Nr. 2 zu § 17 Abs. 2 nach seiner behördlich noch festzustellenden Fertigstellung als schiffbares Gewässer gelten. Um die Seewasserfläche vorab bereits saisonal wassertouristisch nutzen zu können, sind deren gefahrlos befahrbare Bereiche mit den laut Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung vom 16.12.2011 notwendigen gelben Stumpftonnen einschließlich einem Halteseil und Anker abgrenzend zu kennzeichnen

Im Herbst 2015 wurden derartige Stumpftonnen in ausreichender Stückzahl durch den Projektträger beschafft und in der Gemeinde Boxberg/O.L. zwischengelagert. Im Rahmen eines diesbezüglichen, ebenfalls vollständig aus Mitteln des Freistaates Sachsen finanzierten, zunächst für die Jahre 2016 und 2017 geltenden Bewirtschaftungsvertrages mit einem geeigneten Fachunternehmen erfolgte im Ende März und Anfang April 2016 die erste Austonnung. Das Ausbringen der Tonnen, Seile und Anker auf dem Bärwalder Sees soll nun jeweils vor dem 01.04. des entsprechenden Jahres umgesetzt werden. Die Einholung und Zwischenlagerung des Austonnungsmaterials erfolgt jeweils in der Woche nach dem 31.10. des entsprechenden Jahres. Den Auftrag für 2016 hat die Firma TDE umgesetzt.

Tiere im Fokus - Fotografien aus der Bergbaufolgelandschaft

Senftenberg. Eine Fotoausstellung der Heinz-Sielmann-Stiftung ist seit dem 7. April im Foyer des Behörden- und Dienstleistungszentrums Senftenberg eröffnet. Der Bildautor Ralf Donat, Lausitzer Projektverantwortlicher der Stiftung, stellte 19 seiner großformatigen Fotos aus der Bergbaufolgelandschaft im Süden Brandenburgs vor. Er gab den interessierten Besuchern zur Eröffnung einen Einblick in die Vielfalt der sich dort wieder angesiedelten Tiere und Pflanzen.

Seit seiner Jugend forscht und fotografiert der Projektleiter der Heinz-Sielmann-Stiftung in Wanninchen, Ralf Donat, in der Natur der Luckauer Region und kennt das Gebiet schon vor dem Bergbau. Er dokumentierte dabei den Landschaftswandel mit der Fotokamera schon lange Zeit. Dabei faszinieren ihn die einzigartigen Tiere im ehemaligen Revier, die Tatsache, dass sich die Natur ihren Lebensraum zurückholt und auch seltenen Arten ihren Platz einräumt, ebenso.

Die Motive der Ausstellung sind malerisch und faszinierend: Kraniche rasten im Herbstlicht am Ufer, die Kreiselwespe gräbt im sandigen Boden ihre feinen Röhrchen, der Seeadler begibt sich auf Beuteschau – ehemalige Tagebauflächen können sich zu besonderen Landschaften mit einer außergewöhnlichen Flora und Fauna wandeln.

Wo einst Kohle abgebaut wurde, entstehen Landschaften mit Wäldern, Seen und Dünen – wie in Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen. Die dortige LMBV-Sanierung von Bereichen der einstigen Tagebaue Schlabendorf-Süd und Nord orientiert sich am Naturschutz: Große Flächen stehen bereits unter Naturschutz, weitere werden als Vorrangflächen erhalten und entwickelt. Sie bieten zahlreichen Tieren eine neue Heimat.

Weitere Informationen zur Heinz-Sielmann-Stiftung finden sich hier

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