LMBV: Braunkohlentag-Teilnehmer informierten sich auch im Geiseltal

Bergbaufolgesee bei Braunsbedra präsentierte sich von seiner Sonnenseite

Senftenberg/Halle. Der diesjährige Braunkohlentag, organisiert vom Deutschen Braunkohlen-Industrieverein DEBRIV fand am 7. Juni in Halle an der Saale statt.

Innerhalb der Vortragsveranstaltungen 2018 sprach auch der LMBV-Bereichsleiter Technik, Dipl.-Ing. Eckhard Scholz zu den wasserwirtschaftlichen Herausforderungen beim Bergbausanierer LMBV.

„Die heimische Braunkohle ist für eine sichere Energieversorgung in Deutschland noch auf Jahrzehnte unverzichtbar", betonte Dr. Helmar Rendez, neuer Vorstandsvorsitzende des Deutschen Braunkohlen-Industrie-Vereins (DEBRIV), auf dem diesjährigen Braunkohlentag in Halle/Saale. Dr. Rendez wies darauf hin, dass die vorzeitige Stilllegung von weiteren Braunkohlenkraftwerken gravierende Auswirkungen auf Service- und Zulieferer-Unternehmen und ganze Wirtschaftsregionen haben würde.

Denn: „Ein veränderter Brennstoffbedarf der Kraftwerke verändert den Tagebaubetrieb und hat Auswirkungen auf die Planungs- und Genehmigungsbedingungen in den Revieren mit weitreichenden Folgen für Kommunen und Regionen.“ Es stehe deshalb außer Zweifel, dass der politisch gewollte Strukturwandel in den Revieren in Zusammenarbeit mit den Braunkohlenunternehmen verlässlichere Chancen hat, als ohne eine Beteiligung der Menschen und Unternehmen, die hier seit Jahrzehnten wohnen und in der Braunkohle arbeiten.

Der Vorsitzende verwies darauf, dass die Bundesregierung bei ihren energiepolitischen Entscheidungen wieder stärker das energiewirtschaftliche Zieldreieck aus Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz betonen müsse. Ferner müsse sie ihre Zusicherung einlösen, Strukturbrüche in den Regionen zu vermeiden.

Im Rahmen des Branchentreffens wurde am Folgetag gemeinsam von MIBRAG und LMBV eine Wissens-Exkursion zur modernen Grubenwasserbehandlungsanlage Profen und zum LMBV-Bergbaufolgesee im Geiseltal angeboten, die von vielen Teilnehmern wahrgenommen wurde.

Unter fachkundiger Führung von LMBV-Leitungskräften wie Dietmar Onnasch, Christiane Uhlig und Dietmar Wollnitza wurden viele Informationen zur bergbaulichen Sanierung und Flutung im Geiseltal vermittelt. Die Fachleute der Braunkohlenindustrie und -forschung konnten von den vielfältigen positiven Entwicklungen am Bergbaufolgesee einen eigenen Eindruck gewinnen.

Fotos: Christian Bedeschinski für DEBRIV/LMBV – Das Einverständnis der Teilnehmer zu den Fotoaufnahmen war zentral erteilt worden.

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