LMBV: Delegation aus Brasilien im Lausitzer Revier zu Gast bei Bergbausanierern

Teilnehmer interessierten sich für bergbauliche Wasseraufbereitung und Eisenminderungsmaßnahmen

Senftenberg. Zu einem Erfahrungsaustausch war am 16. November eine Delegation aus Brasilien angereist. Unter den Gästen der LMBV waren Guerino Luiz Zanon, Bürgermeister der Stadt Linhares, Duarte Junior, Bürgermeister der Stadt Mariana sowie Carlos Augusto Costa und Caroline Queiroz von FGV Projetos.

Die Teilnehmer interessierten sich insbesondere für die bergbauliche Wasseraufbereitung und verschiedene Eisenminderungsmaßnahmen in der Bergbausanierung. Sie wurden von der LMBV durch die Kollegen Marius Schlösser, Jörg Schlenstedt und Dr.-Ing. Friedrich-Carl Benthaus begleitet. Professor Dr. rer. nat. Holger Weiß vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig, der über große Erfahrungen mit Wasserprojekten in Brasilien verfügt, unterstützte die LMBV als wissenschaftlicher Experte.

Hintergrund: Am 5. November 2015 brach der Damm des Absetzbeckens eines Eisenerztagebaus oberhalb der Stadt Mariana im südlichen Bundesstaat Minas Gerais. Fast 40 Mio. m³ Eisenschlamm ergossen sich in das Tal und verunreinigten den Fluss Rio Doce auf 600 km Länge. Die ausgeflossene Menge entspricht dem Volumen der Talsperre Spremberg bei Höchststau.

In einer internationalen wissenschaftlichen Konferenz im September 2017 in Rio de Janeiro wurden Lösungen zur Minderung der Umweltfolgen diskutiert. Dr. Benthaus nahm als Vertreter der LMBV auf Einladung des deutschen Generalkonsuls an dieser Konferenz teil. Der Besuch der Delegation, die zuvor die Emschergenossenschaft und den Lippeverband sowie die Berliner Wasserbetriebe kontaktierte, war Teil der Suche nach Lösungen. LMBV-Fotos von Marius Schlösser und Jörg Schlenstedt

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