LMBV: Dreiweiberner See kann zum Lausitzer Kanu- und Rudersport-Paradies werden

WSV-Vereinsheim am Dreiweiberner See eingeweiht - Jetzt soll noch eine Regattastrecke entstehen

Senftenberg/Lohsa. Der Dreiweiberner See bei Lohsa kann zum künftigen Mekka für Kanuten und Ruderer im Lausitzer Seenland werden: ein neues Bootshaus am Ufer des Bergbaufolgesees wurde am 10 Mai 2017 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Für rund 1,8 Millionen Euro hat der WSV „Am Blauen Wunder“ eine neue Heimstätte erhalten. Der weitere Ausbau der Zuwegung sowie der geplanten Regattastrecke liegen in der Eigenverantwortung des Vereins, würden Lohsa zudem ein Alleinstellungsmerkmal im Raum Ostsachsen sichern. Das Ziel, den Verein und somit auch das Einzugsgebiet Dresden trotz vorläufiger Schließung des Knappensees in der Gemeinde zu halten, sei erfüllt, sagte Lohsas Bürgermeister Thomas Leberecht im Vorfeld. Erste Kooperationsgespräche beispielsweise mit dem Sportbund Bautzen als Veranstalter des KnappenMan ließen auf eine aktive Integration der Dresdener am neuen Standort schließen.

Anlässlich der Fertigstellung des Vereinsheims für den Wassersportverein (WSV) „Am Blauen Wunder“ am Dreiweiberner See fand am 10. Mai 2017 nun die offizielle Eröffnung des Vereinsheims statt. Über viele Gespräche und Sitzungen hinweg hat die Lohsaer Gemeindeverwaltung zusammen mit dem WSV, dem Bergbausanierer LMBV, dem Sächsischen Oberbergamt und dem Gemeinderat nach der optimalen Lösung für einen Neubau eines Vereinsheimes gesucht. Nötig wurde das durch die vom Freistaat Sachsen veranlasste bergbauliche Sanierung des Knappensees, des bisherigen Heimatgewässers des Sportvereins. Der See und das dortige Objekt konnten für mehrere Jahre nicht mehr genutzt werden. Als bestmöglicher neuer Standort wurde das Ufer des Dreiweiberner See erachtet. Mit einem einstimmigen Beschluss im April 2015 positionierte sich der Gemeinderat – damals noch unter Bürgermeister Udo Witschas – für eine Weiterentwicklung des Vereins an diesem Ort.

Möglich gemacht wurde die Realisierung des Vereinsheim-Neubaus durch die Bewilligung von Geldern aus dem Verwaltungsabkommen Braunkohlesanierung (VA V) zur Erhöhung des Folgenutzungsstandards infolge der bergtechnischen Sanierungsarbeiten am Knappensee. „Am neuen Objekt ist eine Investition in Höhe von 1,8 Millionen Euro getätigt worden, die langfristig eine Investition in die Zukunft ist“, sagte der Bautzener Landrat Michael Harig anlässlich der Einweihung. „Hier werden nicht nur Trainingslager und Wettkämpfe ausgetragen werden. Hier werden nicht nur die Mitglieder des WSV, sondern auch Kinder der Schulen der umliegenden Orte Sport treiben können. Denn auch wenn den Sportlern im neuen Domizil schon eine Bootshalle, ein Krafttrainingsraum, ein Versammlungsraum sowie Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, so ist doch noch einiges am Dreiweiberner See zu tun: eine abgesteckte Regattastrecke und ein Bootssteg fehlen derzeit noch.

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