LMBV: Erfolgreicher Einsatz eines Saugspülbaggers auf der Vorsperre Bühlow

TWB-Saugspülbagger mit Schneidkopf im Einsatz

Fa. TWB beräumt im Auftrag des Bergbausanierers Eisenhydroxid-Schlamm (EHS) aus Spree

Teamwork von LMBV und TWB

Senftenberg/Spremberg. Am 5. April 2018 informierte sich die LR-Redakteurin Annett Igel-Allzeit bei der LMBV über den Fortgang der am 8. Dezember 2017 gestarteten Beräumung der Spree-Vorsperre Bühlow. Diese fungiert neben der Sedimentation als Geschiebefalle derzeit auch als Eisensenke für EHS. Um den in der Vorsperre anfallenden Eisenhydroxid-Schlamm zu beräumen, hatte die LMBV in Abstimmung mit dem Landesamt für Umwelt eine Ausschreibung vorgenommen, um die mit der erfolgreichen Konditionierung der Spree und der gewollten Oxydation des im Wasser gelösten Eisens im Zusammenhang entstehenden Schlammmassen mit schwimmender Wasserbautechnik auszuräumen.

Die von der LMBV beauftragte Fachfirma TWB aus Boblitz hat einen Saugspülbagger mit Schneidkopf zum Einsatz gebracht, der über eine rund 500 Meter lange Leitung den Schlamm in ein benachbartes Spülbecken des LfU fördert und dort absetzen lässt. Wie TWB-Geschäftsführer Frank Jurisch bestätigte, haben die Mitarbeiter auch trotz widriger Winterbedingungen und entsprechenden Frostvorkehrungen die vom Auftraggeber (LMBV) geforderte Leistung erbracht.

Wie der LMBV-Ockerbeauftragte und Projektgruppenleiter Sven Radigk aus Anlass des Vorort-Termins resümieren konnte, hat die beauftragte Firma in den zurückliegenden 60 Arbeitstagen bereits rund 50.000 Kubikmeter Schlamm aus der Vorsperre geholt. Im Absetzbecken kommt das Material über Nacht oder an den Wochenenden zur Beruhigung und damit zur Entwässerung. Das Klarwasser wird dann aus dem Spülbecken über das Auslaufbauwerk und einem Ablaufgraben wieder der Spree zugeführt.

TWB-Maschinist und Bootsführer Ronny Hoppenz berichtete mit Stolz von seinem besonderen Arbeitsplatz auf den schwimmenden Bagger. Die moderne Technik ermögliche ein GPS-gesteuertes Arbeiten. Bis auf eine Tiefe von rund 2,60 Meter wird der EHS auf dem Boden der rund 3 Meter tiefen Vorsperre quasi abgefräst. Die Sanierungsarbeiten werden von einer ökologischen Baubegleitung ergänzt.

TWB-Polier Peter Kurzbuch überwacht den Einsatz und schwärmt von der umgebenden Natur an der Spree. Neben Reihern, Kormoranen haben die Mitarbeiter auch Eisvögel beobachten können, die sich von den Saugarbeiten nicht stören ließen.

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