LMBV: Erste Mini-Testsprengung im Rahmen von Sanierungsarbeiten in Nachterstedt vorgesehen

Erprobtes Verfahren der „schonenden Sprengverdichtung“ kommt im Rutschungskessel zum Testeinsatz

Leipzig/ Nachterstedt. Am 10. Februar 2016 wird der Bergbausanierer LMBV im Bereich des Tagebaus Nachterstedt in der Zeit von 13 bis 15 Uhr einen ersten Test für eine „schonende Sprengverdichtung“ im Bereich des sog. Rutschungskessels vom 18.07.2009 vornehmen. Dies ist mit der zuständigen Behörde, dem LAGB eng abgestimmt und wird von diesem und entsprechenden Fachspezialisten überwacht.

Mit den Tests zur „schonenden Sprengverdichtung“ wird geprüft, inwiefern die bereits in anderen Bereichen seitens der LMBV mit Erfolg eingesetzte Technologie unter den Gegebenheiten in Nachterstedt erfolgreich umgesetzt werden kann. Das Ziel der „schonenden Sprengverdichtung“ besteht dabei darin, locker gelagerte, wenig stabile und tragfähige Sande im Untergrund so zu verdichten, dass im Anschluss daran die Sanierung/Anstützung des mit der Böschungsbewegung vom 18.07.2009 entstandenen Rutschungskessels sicher  möglich ist.

Zum Einsatz kommen äußerst geringe Ladungsmengen, die über Bohrungen seeseitig der Abbruchkanten in den Untergrund eingebracht und gezündet werden. Aus diesem Grund  ist davon auszugehen, dass in der Ortschaft Nachterstedt weder Erschütterungen zu spüren noch Lärmbelästigungen zu verzeichnen sind. Die im Zusammenhang mit den Sprengungen einzurichtenden Absperrung  befindet sich komplett im Sperrbereiches um den Concordiasee der nach der Böschungsbewegung vom 18.07.2009 eingerichtet wurde.

Die Tests zur „schonenden Sprengverdichtung“ werden in einer ersten Kampagne ab 10.02.2016  an insgesamt 5 Tagen innerhalb von 7 Werktagen stattfinden. Eine zweite Kampagne wird voraussichtlich Ende März/Anfang April erfolgen.

Sofern die Tests zur „schonenden Sprengverdichtung“ zeigen, dass mit dieser Technologie die für die Sanierung  erforderliche Verdichtung erreicht wird, ist die Umsetzung der „schonenden Sprengverdichtung“ im Rutschungskessel vorgesehen.

Foto: LMBV-Archiv-Foto vom Rutschungskessel am Tagebau Nachtertstedt

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