LMBV: Erster symbolischer Baggerbiss für WBA-Dichtwandbau bei Plessa erfolgt

Pressetermin: Künftige Behandlungsanlage wird mit Dichtwand vor anströmendem Wasser geschützt

Senftenberg/Plessa. Am 25. April 2019 begannen mit dem „Ersten Baggerbiss“ die Arbeiten für den Bau einer Dichtwand um die entstehende Wasserbehandlungsanlage Plessa. Dazu kommen künftig zwei Seilbagger mit Schlitzwandgreifer zum Einsatz, die die rund 60 Zentimeter breite Wand in den Untergrund, Lamelle für Lamelle, einbauen werden.

Bis voraussichtlich Ende 2019 wird die Zement-Bentonit-Suspension für die Dichtwand bis in eine Tiefe von 30 Metern ab Geländeoberkante in die Erde eingebracht und härtet aus. Die Dichtwand wird die Baustelle umfassen und sie im feuchten Niederungsgebiet der Schwarzen Elster vor anströmendem und aufsteigendem Wasser schützen. Die Dichtwand wird die Baustelle umfassen und sie im feuchten Niederungsgebiet der Schwarzen Elster vor anströmendem und aufsteigendem Wasser schützen. Die Wand wird eine Länge von 955 Meter haben. Mit dem Bau der Dichtwand ist die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) WBA Plessa beauftragt. Die ARGE setzt sich aus den Firmen BAUER Spezialtiefbau GmbH, AMAND Bau Sachsen GmbH & Co. KG und BERGER Grundbautechnik GmbH zusammen.

Mit dem Projektvorhaben der WBA Plessa wurde bereits 2018 begonnen. Entsprechend BNatSchG erfolgte vor Baubeginn eine artenschutzrechtliche Überprüfung .und die Errichtung eines Amphibienschutzzaunes. Auf dem Baufeld wurden 10.700 Kubikmeter Oberboden abgetragen und in Baustellennähe für die weitere Verwendung zwischengelagert. Archäologische Untersuchungen folgten. 13 Überwachungspegel wurden für die Kontrolle während der Bauzeit gesetzt. Eine Baustraße musste hergestellt werden.

In Vorbereitung der WBA Plessa ist auch die bauzeitliche Überleitung des Wassers aus dem Hammergraben beauftragt worden. Den Bau der Heberanlage, bestehend aus 2 mal 215 Meter langen Rohrleitungen (DN 1200) und zwei Vakuumstationen sowie den Betrieb dieser Anlage bis voraussichtlich März 2021 wurde von der Firma Umwelttechnik und Wasserbau GmbH übernommen. Seit 9. April 2019 sind beide Stränge der Heberanlage in Betrieb. Die ebenfalls notwendige Hammergrabenquerung und die Baustraße wurden Mitte April fertig gestellt.

Der eigentliche Bau der Wasserbehandlungsanlage erfolgt voraussichtlich ab dem II. Quartal 2020. Die geplante Inbetriebnahme und der Beginn des Probebetriebes sind aus heutiger Sicht auf Mitte 2022 datiert. Die Wasserbehandlungsanlage erstreckt sich künftig auf einer Fläche von ca. 4,5 Hektar.

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