LMBV: Fertigstellen der äußeren Erschließung des Segelsportzentrums am Partwitzer See

Parkplatz, Beleuchtung, verbreiterte Zufahrt; Entsorgung neu gebaut

Neuer Parkplatz am Partwitzer See

Senftenberg/Elsterheide. Gemeinsamer Vorort-Termin am 12.07.2016 am neu errichteten Parkplatz oberhalb des Seglerzentrums am Partwitzer See: Elsterheides Bürgermeister Dietmar Koark, LMBV-Bereichsleiter Manfred Kolba, Uwe Schuster als Vorsitzender des Vorstandes des 1. SCP und Referatsleiter Ralph Weidner vom Sächsischen Oberbergamt schnitten gemeinsam und symbolisch ein Band zum Abschluss der verschiedenen Vorhaben zur äußeren Erschließung des Segelsportzentrums am Partwitzer See durch.

Bürgermeister Koark dankte allen beteiligten und rief noch einmal die entscheidenden planerischen und Genehmigungsschritte seit 2011 ins Gedächtnis. Mit Unterstützung des Freistaates Sachsen konnte der Seglerverein vom gesperrten Knappensee bei Partwitz eine neue Heimat finden. Dafür musste auch die äußere Erschließung des Segelsportzentrums am Partwitzer See vorangebracht werden. So konnten jetzt ein neuer Parkplatz, die Beleuchtung, eine erbreiterte Zufahrt; Entsorgung neu entstehen.

M. Kolba begrüßte die Anwesenden im Namen der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft am Partwitzer See, wo 1939 der Tagebau Skado aufgeschlossen und die Ortschaft Groß Partwitz überbaggert wurde, um insgesamt 239 Mio. t Kohle abzubauen. Der Tagebau Skado setzte sich dabei aus einem Hauptfeld und einem kleinen Ostfeld zusammen, wobei der Bereich der Bahnsdorfer Rinne wegen der Flözleere nicht zum Abbau kam und deshalb heute, deutlich sichtbar, als Halbinsel in den Partwitzer See hinein ragt.

Nach der Einstellung der Kohleförderung im Jahr 1977 wurde anfänglich mit der notwendigen Böschungsprofilierung begonnen. Mit der Erarbeitung des Sanierungsplanes für den Tagebau Skado begannen auch die Sicherungsarbeiten an den Kippenböschungen um die Gefahr für Besucher und Anlieger zu beseitigen. In den Jahren 1992 bis 1998 erfolgten aufgrund dessen Sprengverdichtungen, welche seit 1994 durch Rütteldruckverdichtungen ergänzt wurden. Somit wurden im Bereich Sedlitz/ Skado/ Koschen bis 2013 fast 270 Mio. m³ Boden verdichtet und gesichert.

Die weiterführenden Sanierungsmaßnahmen, wie die Böschungsprofilierungen und die Sicherung der Böschungen mit Wasserbausteinen und Gabionen hatte zielführend die zeitnahe Nutzung des Gewässers zur Folge. Nach dem Beginn der Flutung des Partwitzer Sees im Jahre 2004 konnte so bereits 2006 das erste schwimmende Haus im Lausitzer Seenland fertiggestellt und der Nutzung zugeführt werden. „Wir haben heute die angenehme Aufgabe die feierliche Übernahme zur Fertigstellung des Projektes „Äußere Erschließung des Ostufers am Partwitzer See“ vorzunehmen. Es ist für uns alle insofern ein Höhepunkt, dass es gelungen ist, im Zusammenhang stehend mit der Sanierung des Knappensees, für die Wassersportfreunde der ehemaligen Vereine 1. Segelclub Knappensee e.V. und Oberlausitzer Segelclub e.V. ein neues Domizil zu errichten und somit die entstandenen Belastungen im Einvernehmen mit allen Beteiligten im hohen Maße zu entspannen.“

Kolba dankte auch den Finanziers des Freistaates Sachsen und der Kommune Elsterheide sowie den zuständigen Behörden des Freistaates Sachsen, darunter das Sächsische Oberbergamt und die Landesdirektion von Dresden die diesen Prozess sehr aktiv unterstützt und begleitet haben. Ein besonderer Danke ging an die Macher des Vereins 1. Segelclub Partwitzer See e.V., die es verstanden haben, trotz der vielen Probleme mit Fleiß und Arrangement am Partwitzer See „eine Perle“ zu schaffen, die richtungsweisend für die Entwicklung des Lausitzer Seenlandes sein wird.

Letztendlich bedankte sich der LMBV-Prokurist Kolba auch bei den beauftragten Firmen für die erbrachten Planungs- und Bauleistungen sowie bei den zuständigen Mitarbeitern der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft dafür, dass dieses Projekt nunmehr fertiggestellt werden konnte. Er wünschte dem Vorsitzenden des 1. Segelclubs Partwitzer See e.V. und seinen Mitgliedern allzeit gute Fahrt auf den Gewässern des Lausitzer Seenlandes sowie immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel.

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