LMBV: Früheres Bergwerk Roßleben wurde 1991 geschlossen und nachfolgend sicher verwahrt

Bergbausanierer ist noch Inhaberin des Bergwerkseigentums auf Kali im Bergwerksfeld Roßleben

Senftenberg/Sondershausen. Am 21. Februar 2019 hat sich der Redakteur Patrick Weisheit von der Lokalredaktion Artern der Thüringer Allgemeinen an die LMBV mit verschiedenen Fragen gewandt.

Hier erfolgt die Wiedergabe der wesentlichen Antworten des Unternehmens vom 22. Februar 2019. In Beantwortung der Fragen der TA an die LMBV zum Bergwerk Roßleben teilte die Unternehmenskommunikation Nachfolgendes mit (die TA-Fragen werden hier nur zum Verständnis und wegen Urheberrechten lediglich inhaltlich wiedergegeben):

Sei es wirtschaftlich sinnvoll den Kalibergbau in der Region Roßleben wieder aufleben zu lassen?

Die LMBV ist Inhaberin des Bergwerkseigentums auf Kali im Bergwerksfeld Roßleben. Das frühere Bergwerk wurde bekanntlich aufgrund fehlender Wirtschaftlichkeit im Jahr 1991 geschlossen und nachfolgend sicher verwahrt. Aktuelle Bewertungen gehen davon aus, dass am Weltmarkt nur eine verhaltene Nachfrage an Kali-Standardprodukten besteht. Die Wirtschaftlichkeit für den Wiederaufschluss des Bergwerkes hängt von dem Unternehmenskonzept eines möglichen Investors ab.

Wäre der Kalibergbau in Roßleben ein mögliches Auffangbecken für die Bergleute, die aus dem Kohlebergbau in den kommenden Jahren ausscheiden müssen?

Dazu ist die LMBV nicht der richtige Ansprechpartner bzw. kann sie keine Aussage treffen.

Verfüge die LMBV über Kostenschätzungen zu einer Reaktivierung?

Die Kosten für den Neuaufschluss der Grube hängen vom Konzept des Investors ab und von externen Faktoren (z. B. Umweltschutz), die im Rahmen des Genehmigungsverfahrens berücksichtig werden. Die LMBV verfügt über keine belastbaren Aussagen.

Der Roßlebener Bürgermeister beklage, dass die LMBV keine klaren Aussagen darüber träfe, ob der Bergbausanierer den Kalibergbau in der Region Roßleben wieder aufnehmen möchte.

Die LMBV selbst wird den Kalibergbau in Roßleben nicht wieder aufnehmen, da die Aufgabe LMBV auf die Verwahrung der stillgelegten Bergwerke beschränkt ist. Für einen Verkauf des Bergwerkseigentums an Dritte, die das Bergwerk ggf. wieder aufschließen, gab es in der Vergangenheit bereits ein Interessenbekundungsverfahren, welches aber aufgrund fehlender Wirtschaftlichkeit eingestellt werden musste. Für die Entscheidung, ein erneutes Interessenbekundungsverfahren durchzuführen, laufen derzeit Bewertungen in der LMBV.

Wäre ein erneuter Kalibergbau in der Region Roßleben eine Konkurrenz zu anderen Förderstätten oder eine sinnvolle Ergänzung?

Dazu kann die LMBV keine Aussage treffen.

Was hält LMBV von dem Interesse eines australischen Projektentwicklungsunternehmens an Roßleben?

Die Interessensbekundung des angesprochenen australischen Unternehmens ist der LMBV bekannt und findet in der aktuellen Bewertung der LMBV Berücksichtigung.

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