LMBV: Gasleitung an Schlumperbachtrasse wird ab 43. Kalenderwoche verlegt

Umfangreiche §2-Maßnahme der bergbaulichen Sanierungsarbeit in Großpösna im Zeitplan

Leipzig/Großpösna. Gemäß wasserrechtlichem Planfeststellungsbeschluss für das Tagebauterritorium Espenhain vom 30.04.2008 ist der Schlumperbach in den Störmthaler See einzubinden. Nachdem Ende September 2017 die Baustelle am Nordostufer eröffnet wurde, soll ab dieser Woche (43. Kalenderwoche) eine Gasleitung durch die MITNETZ Gas umverlegt werden. Die parallel zum Weg verlaufende Leitung, die von der Schlumperbachtrasse gequert wird, muss auf ca. 45 Metern in ihrem Verlauf angepasst werden. Im aktuellen Baugeschehen haben bereits der Voraushub und der Einbau einer Spundwand begonnen.

Diese § 2-Maßnahme der bergbaulichen Sanierungsarbeit dient der Wiederherstellung eines sich weitestgehend selbstregulierenden Gebietsgewässerhaushaltes. Das Gesamtvorhaben umfasst die Anbindung des Schlumperbaches, beginnend am Rödgener Teich, an den Störmthaler See auf einer Länge von ca. 450 Metern, den Anschluss des Störmthaler Baches an den Schlumperbach über eine Distanz von ca. 60 Metern sowie den Rückbau der jetzigen vorhandenen Anlagen der Wasserhaltung Störmthal.

Zwischen der ehemaligen Wasserhaltung Störmthal und dem Wirtschaftsweg am Tagebaurand beschränken sich die baulichen Maßnahmen zur Herstellung des Gewässers auf Profilierungsarbeiten an der Gewässersohle. Kurz vor dem Wirtschaftsweg am ehemaligen Tagebaurand wird der Störmthaler Bach in den Schlumperbach eingebunden. Der zu überwindende Höhenunterschied von der Böschungsoberkante bis zum Seeniveau beträgt ca. 35 Meter. Um diesen großen Höhenunterschied mit seinen steilen Böschungen zu überwinden, werden Kaskaden mit einer Tiefgründung aus Spundwandbohlen hergestellt. Tosbecken sollen die Bildung von Erosionen und Auskolkungen verhindern.

Für die Böschungs- und Sohlbefestigung zwischen den Kaskaden ist eine Schüttung aus Wasserbausteinen vorgesehen. Insgesamt ist die Herstellung von drei Durchlässen im Bereich von Wegekreuzungen geplant. Zur künftigen Beschattung des Gewässers erfolgt eine Bepflanzung mittels Steckhölzern aus Weiden, welche in die Steinschüttung der Böschung eingebracht werden. Einschließlich der abschließenden Pflanzmaßnahmen werden die Arbeiten voraussichtlich bis Ende 2018 andauern. Mit der Bauausführung wurde die STRABAG AG beauftragt.

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