LMBV: Gefahrenabwehr greift - Weitere Hausanhebung in Lübbenau erfolgt

Bodenplatte samt Haus um 67 Zentimeter angehoben

Senftenberg/Lübbenau. Im Juni 2016 wurde erfolgreich ein weiteres Haus aus dem angestiegenen Grundwasser herausgehoben. Nun muss der unterfütterte Beton noch aushärten, die Medien wieder angeschlossen und das umgebende Erdreich wieder aufgefüllt werden. Die LMBV unterstützt im Rahmen der Gefahrenabwehr gegen die Folgen des Grundwasserwiederanstiegs entsprechend dem Paragrafen 3 des derzeitig bis 2017 gültigen Verwaltungsabkommens zur Braunkohlesanierung solche Einzelhaussicherungen, diesmal in Lübbenau. Diese werden gleichermaßen im Lausitzer als auch Mitteldeutschen Revier zur Anwendung gebracht.

Es wird dabei immer die jeweils effektivste Maßnahme ausgewählt, jedoch über die Braunkohlesanierung nur die gutachtlich belegt günstigste Variante anteilig finanziert. Dies kann eine Weiße Wanne oder Drainage oder das Verfüllen oder das Anheben etc. sein und wird durch den Steuerungs- und Budgetausschuss zur Braunkohlesanierung jeweils einzeln nach Vorliegen aller notwendigen Unterlagen zum Umsetzen freigegeben. Die Beauftragung der Fachfirma erfolgt durch den Hauseigentümer, der auch die Kosten trägt, die über die günstige Variante hinaus gehen.

Beim Projekt der Hausanhebung aus dem Grundwasser-Vernässungsbereich in Lübbenau OT Zerkwitz wurde in der zweiten Juniwoche die Bodenplatte samt Haus um 67 Zentimeter gehoben. Beim Hebevorgang durch die Spezialfirma wurden 33 einzelne Hebevorrichtungen als Hydraulikstempel digital angesteuert. Das Gebäude stand damit temporär auf 33 Pfählen, bis das neue Blockfundament eingezogen werden konnte. Dazu erfolgte eine Unterfütterung mit Beton, so dass das Gebäude nach der Aushärtungszeit des Betons - von ca. 28 Tagen – dann sicher auf diesem Blockfundament stehen wird. Anschließend werden u.a. noch der Rückbau der Hebevorrichtung, der Medienwiederanschluss und das Erdauffüllen erfolgen. (Fotos: Daniel Schulze LMBV 2015/2016)

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