LMBV-Geotechniker: Unterschiede zwischen Lieske und Nachterstedt bei Beurteilungen berücksichtigen

Senftenberg. Die LMBV hat das Greenpeace-Gutachten zu Geotechnischen Problemen beim geplanten Braunkohletagebau Welzow-Süd II im Zusammenhang mit der Dichtungswand speziell im Raum der Ortslage Lieske zur Kenntnis genommen. „Die Parallelen zum Böschungsbruch von Nachterstedt sowie zu den aktuellen bodenmechanischen Instabilitäten auf den Innenkippen des Lausitzer Reviers sind aus fachlicher Sicht völlig unzutreffend und nicht haltbar“, so der zuständige Leiter der Abteilung Geotechnik der LMBV, Eckhard Scholz. Scholz benennt zwei gravierende Unterschiede. Das geotechnische Ereignis Nachterstedt ereignete sich auf einem Altkippenmassiv, welches im Zuge des Braunkohleabbaus Anfang des vergangenen Jahrhunderts hergestellt wurde. Auch die aufgeführten aktuellen bodenmechanischen Probleme in der Lausitz stellen sich ausschließlich auf Innenkippen dar. Die Ortslage Lieske befindet sich dagegen auf gewachsenen, d. h. nicht durch den Tagebau beanspruchte Flächen. Im Rahmen des Betriebsplanverfahrens „Dichtwand Tagebau Welzow-Süd“ hat sich LMBV intensiv beteiligt, so Scholz weiter. Bei der Dichtwand handelt es sich dabei um eine Technologie, welche bereits in Praxis umfangreiche Anwendung fand.  Zu keiner Zeit wurden Instabilitäten oder Bewegungsaktivitäten auf dem Sicherheitspfeiler zwischen offenen Tagebau und Dichtungswand registriert. „Die Dichtungswand ist eine bewährte bergtechnische Technologie. Gefahren, wie teilweise im Gutachten dargestellt, sind weder für die Ortslage Lieske noch für die in Verantwortung der LMBV befindlichen Bergbaubereiche zu erkennen“ fasst der Abteilungsleiter Geotechnik noch einmal zusammen.

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