LMBV: Grundlage für Leitungsbau zum Laugentransport von Menteroda zu Stapelbecken

Stapelbecken Wipperdorf hat ein Volumen von ca. 650.000 Kubikmeter

LMBV-Halde bei Menteroda

Sondershausen. Ende November 2018 hat die LMBV die bergrechtliche Zulassung für den Bau der 13,5 km langen Haldenabwasserleitung von Menteroda zum zentralen Laugenstapelbecken Wipperdorf erhalten.

Damit fand eine im Jahr 2014 begonnene Planungs- und Genehmigungsphase ihren Abschluss. Ziel ist es nun die Leistungen zur Errichtung zu vergeben und in den nächsten zwei Jahren die Leitung fertig zu stellen, damit ab 2021 die noch viele Jahrzehnte aus der Rückstandshalde des ehemaligen Kalibergwerkes Volkenroda austretenden Wässer umweltgerecht entsorgt werden können.

Rund 41 Millionen Tonnen Rückstände aus dem Kalibergbau, insbesondere Steinsalz lagern auf der im Ort Menteroda gelegenen Halde. Diese Rückstände werden durch Niederschläge ausgewaschen. In der Folge treten salzhaltige Sickerwässer aus der Halde aus, die nicht in die umgebenden Gewässer eingeleitet werden dürfen.

Zur Minimierung der anfallenden Sickerwässer wird die Rückstandshalde in Menteroda – ebenso wie vier weitere Halden im Südharzrevier – seit den frühen 1990er Jahren nach der Privatisierung durch den Erwerber u.a. mit Bauschutt überdeckt und anschließend begrünt. Nach mehr als 25 Jahren Haldenbewirtschaftung ist es in Menteroda gelungen, die jährlich anfallenden Wässer etwa um die Hälfte auf ca. 100.000 m³ zu reduzieren. An den anderen Standorten gibt es ähnliche Entwicklungen.

Unabhängig davon werden die Wässer seit 1996 in das stillgelegte Kalibergwerk Volkenroda zur Verwahrung eingeleitet. Hierzu wurden Flutungs- und Beobachtungsbohrungen abgeteuft, zuletzt die im Jahr 2014 errichtete, 1.050 Meter tiefe Bohrung in das Grubenfeld Pöthen. Berechnungen zufolge reicht der verbliebene Hohlraum der Grube Volkenroda noch bis Ende 2020. Mit der Reduzierung der jährlich anfallenden Wassermenge kann sich der Abschluss der Flutung noch in die Zukunft verschieben.

Mit Beendigung der Verwahrung durch Flutung erfolgt die umweltgerechte Entsorgung der langfristig weiterhin anfallenden Haldensickerwässer über das zentrale Laugenstapelbecken Wipperdorf. Das dortige Becken hat ein Volumen von ca. 650.000 Kubikmeter und fasst auch das Sickerwasser anderer Halden aus dem Kalirevier Südharz. Schritt für Schritt wird das aufgefangene Salzwasser dort unter Einhaltung der Grenzwerte in die Wipper abgeleitet.

Zurück