LMBV: Gschäftsführer Zschiedrich verweist auf erfolgreichen Maßnahmekatalog und notwendige II. Phase mit Quellenbehandlung

Vorwürfe von Verbänden sind unzutreffend

Senftenberg. LMBV-Geschäftsführer Klaus Zschiedrich verwies heute auf die Vielzahl der gemeinsam von Brandenburg und Sachsen zusammen mit dem Bundesunternehmen LMBV seit 2013 erfolgreich auf den Weg gebrachten und umgesetzten Maßnahmen zur Verbesserung der Güte in der Spree und ihrer Zuflüsse - hinsichtlich der Reduzierung der Eiseneinträge seit dem verstärkten Auftreten im Jahr 2013.

„Dazu sind in den vergangen beiden Jahren bereits erhebliche Mittel aus der Braunkohlesanierung bei investiven und betreibenden Maßnahmen von jährlich mehr als 10 Mio. Euro verfügbar gemacht und umgesetzt worden. Jetzt kommt es in einer zweiten Phase darauf an, insbesondere in der Quellbehandlung der Eiseneintritte anzusetzen und in der kommenden Zeit verschiedene Ideen in genehmigungsreife Projekte zu überführen.“

„Dies können Brunnengalerien zur Hebung von eisenhaltigem Grundwasser bereits vor der Spree, Gräben und Drainagen zum Auffangen und Ableiten sowie mobile Aufbereitungsanlagen zur Enteisenung sein, die vor allem an den Hotspots an der südlichen Spree zum Einsatz kommen sollen. Dies erscheint aus heutiger Sicht effektiver, als nur große Dichtwände entlang der Spree zu planen“, so LMBV Pressesprecher Dr. Steinhuber. „Diese LMBV-Planungen werden intensiv von Wissenschaftlern begleitet, um möglichst wirksame Methoden zur Anwendung zur bringen. Beim Pilotvorhaben an der Ruhlmühle, so jüngste Zwischenwerte, konnten hervorragende Abreicherungen im Boden vor der Spree von fast 50 Prozent Eisen und Sulfat durch Füttern von Bodenbakterien im Spreegrundwasserzustrom bereits erreicht werden.“

Hinsichtlich der Sulfatbelastungen der Spree hilft die LMBV gemeinsam mit Vattenfall und den Behörden in Brandenburg und Sachsen über die Flutungszentrale Lausitz bei der LMBV mit, eine Niedrigwasser-Aufhöhung auch in Trockenperioden der Spree zu gewährleisten und damit die Konzentration unter dem gemeinsam vereinbarten Ziel von 450 mg/l Sulfat in der Spree zu halten. ((Zum Vergleich: in einer Mineralwasserflache von Pellegrino sind rund 456 mg/l Sulfat ausgewiesen.))

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