LMBV: Gutachten zu Wind-Wellen Belastungen am LMBV-Gewässer Bärwalder See beauftragt

Zunächst können nur temporäre Lösungen zur Ufersicherung realisiert und parallel weitere Planungen aufgelegt werden

Senftenberg/Boxberg. Erst kürzlich waren noch einmal Planer und Experten der LMBV hinsichtlich eines temporäreren Lösungsvorgehens an den Ufern des Bärwalder Sees unterwegs.

Grundsätzlich sind Beeinträchtigungen und Strandschäden nach Herbst- und Winterstürmen durch Erosion bzw. Abtrag sowie durch Akkumulation und Auftrag an den Böschungen und Ufern des Bärwalder Sees vorzufinden.

Ursache hierfür sind die Wind-Wellen Belastungen insbesondere an den östlichen Uferabschnitten. Besonders deutlich wird die Erosion natürlich an den Badestränden in Uhyst und Boxberg. „In diesen Bereichen Material aufzufüllen brachte in der Vergangenheit nicht den gewünschten Erfolg“, so Holger Uibrig, Leiter der LMBV-Planungsabteilung Ostsachsen. Innerhalb kürzester Zeit waren die aufgebrachten Massen wieder durch die Wind-Wellen Erosion abgetragen. Um dauerhafte und wirtschaftlich vernünftige Lösungen für die Probleme der Erosion sowie der an anderen Bereichen stattfindenden Akkumulation - z.B. an den Schiffsanlegern, im Hafen etc. - zu finden, wurde durch die LMBV ein entsprechendes Gutachten in Auftrag gegeben, so Uibrig weiter.

Die Ergebnisse liegen inzwischen vor. „Anhand dieses Gutachtens können nun die für die einzelnen Bereiche notwendigen und für alle Betroffenen akzeptablen Lösungen gegen die Auswirkungen des Materiallängstransportes - sowohl gegen Erosion als auch Akkumulation - geschaffen werden“, betont Holger Uibrig, Leiter der LMBV-Planungsabteilung Ostsachsen. Die Planungs- und Genehmigungsprozesse hierfür sind jedoch sehr umfangreich. „Wann daher mit entsprechenden Baumaßnahmen begonnen werden kann und welchen Umfang sie haben werden, lässt sich zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht genau sagen“, ergänzt Gerd Richter, Leiter der LMBV-Sanierungsabteilung Ostachsen.

Um die Nutzung in der kommenden Saison jedoch so wenig wie möglich einzuschränken, werden in jeweils gemeinsamer Abstimmung mit der Gemeinde Boxberg temporäre Lösungen zur Ufersicherung realisiert, versichert die zuständige LMBV-Planerin Bianca Gusko-Oest.

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