LMBV: Hochrangige Vertreter des indonesischen Bergbaus auch bei Bergbausanierer zu Besuch

Delegation des indonesischen Ministeriums für Energie und mineralische Rohstoffe zu Gast in Leipzig

Senftenberg/Leipzig. Eine Fachdelegation von Vertretern des indonesischen Ministeriums für Energie und mineralische Rohstoffe besuchte am 9. Juli 2019 den Bergbausanierer im mitteldeutschen Braunkohlenrevier und diskutierte mit dem LMBV-Fachreferenten Jörg Schlenstedt über verantwortungs-

bewussten Bergbau und das Herstellen von Bergbaufolgeseen. Die anschließende Befahrung führte zum Zwenkauer See, einem Bergbaufolgesee der LMBV.

Die Delegation aus Indonesien weilt auf Einladung der Bundesanstalt für Geologie und Rohstoffe (BGR) in Hannover und der Universität Bergakademie Freiberg, in Deutschland. Die aus 16 Personen bestehende Gruppe wurde vom technischen Direktor des Generaldirektorats für mineralische Rohstoffe und Kohle, Sri Raharjo, geleitet. Neben dem Ministerium waren Vertreter der staatlichen sowie der privaten Kohleindustrie und des Zinnbergbaus sowie von Universitäten Mitglieder der Delegation. (JS)

Hintergrund: Indonesien ist mit einer Jahresförderung von 549 Mill. Tonnen thermische Kohle der weltweit größte Kohleexporteur. Hauptabnehmerländer sind China, Indien, Japan und Süd-Korea, während im eigenen Land werden nur geringe Kohlemengen verbraucht werden. Neben China ist Indonesien mit einer Jahresförderung von rund 100.000 Tonnen Zinn der weltweit zweitgrößte Zinn Produzent und Deutschland einer der größten Abnehmer. Sowohl die Kohle- als auch die Zinnförderung stehen unter heftiger internationaler Kritik aufgrund ihrer Umweltauswirkungen.

Die anschließende Exkursion führte zum Kap Zwenkau südlich von Leipzig

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