LMBV informierte auf Einwohnerversammlung zu Arbeiten und Ideen am künftigen Altdöberner See

Senftenberg/Altdöbern. Auf Einladung und in Abstimmung mit dem Bürgermeister von Altdöbern informierten am 5. März 2015 Vertreter der LMBV zum Stand einzelner Sanierungsmaßnahmen am Restloch Greifenhain sowie im Umfeld von Altdöbern sowie zum EHS-Konzept der Bergbausanierer. Diese jährlichen Informationsveranstaltungen, zu denen die LMBV stets mit aktuellen Informationen  beigetragen hatte, waren in der Regel von 50 bis 60 Einwohnern besucht – am Abend der 2015er Veranstaltung waren es schätzungsweise rund 250 Interessierte. Für diesen Ansturm hatte die Kommune leider nicht vorgesorgt und nur unzureichende Sitzmöglichkeiten bereitgestellt, so dass ein Teil der Gäste der rund zweistündigen Veranstaltung im Stehen folgen mussten.

Entsprechend der von der Gemeinde vorgegebenen Tagesordnung informierte Sanierungs-Abteilungsleiter Reiner Kula über die derzeitigen und geplanten Verdichtungsarbeiten an den Böschungsbereichen des Restloches Greifenhain. LMBV-Planungschef Dirk Sonnen griff die Maßnahmen zum Schutz der Bebauung in Altdöbern auf und erläuterte den Arbeitsstand zum geplanten Grabensystem im Süden der Stadt. Unter dem folgenden Tagesordnungspunkt informierte LMBV-Technikchef Eckhard Scholz über die Ideen und konzeptionellen Ansätze der vom Land Brandenburg mit Lösungen beauftragten LMBV für den Umgang mit den in der Lausitz anfallenden Eisenhydroxidschlämmen. Dazu gehört neben dem angestrebten Vermeiden von EHS aus das Deponieren; Verwerten und Tiefeneinspülen in bergbaulichen Hohlformen. Auf der Basis begleitender wissenschaftlicher Untersuchungen sieht die LMBV auch das Restloch Greifenhain, den künftigen Altdöberner See, für ein Tiefeneinspülen von EHS als geeignet an.

Der Bürgermeister und der Gemeinderat sowie der Amtsdirektor von Altdöbern distanzierten sich in ihren Wortmeldungen von den ersten Überlegungen der LMBV zur Einbeziehung des Altdöberner Sees in die EHS-Strategie. In vielfältigen Wortmeldungen von Bürgern wurde ebenfalls Unverständnis über das LMBV-Vorgehen zum Ausdruck gebracht und ein Ablehnen des LMBV-Konzeptes verdeutlicht. Dabei wurden sowohl diffuse Ängste als auch ganz konkrete Besorgnisse benannt. Die LMBV-Vertreter beantworten eine Vielzahl von Nachfragen, soweit diese aus dem bisherigen Stadium der Konzepte schon zu präzisieren sind. Die LMBV sagte eine Berücksichtigung der Sorgen vor beispielsweise einem zu hohen künftigen LkW-Aufkommen bei EHS in den Wohnlagen von Pritzen bei ihren weiteren Überlegungen zu. Das Unternehmen wird auch in kommenden Zeitabschnitten über ihr Vorgehen informieren.

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