LMBV informierte zu anstehenden Bergbausanierungsarbeiten und zum Planungstand eines Abfanggrabens

Planer wollen Altdöbern vor Schäden durch aufsteigendes Grundwasser mit Graben schützen

Senftenberg/Altdöbern. Auf einer Einwohnerinformationsveranstaltung am 19.11.2013 informierte die LMBV über anstehende Sanierungsarbeiten im Umfeld und die fortgeschriebenen Pläne zum Schutz der Kommune Altdöbern vor Schäden durch aufsteigendes Grundwasser.

Im Bereich der Tagebausanierung ist im Jahr 2014 das Weiterführen der Sicherung der Kippenböschungen im Bereich Pritzen mittels Rütteldruckverdichtung (RDV) am entstehenden Altdöberner See geplant. Dazu kommen zwei Rüttler-Einheiten im Nord- bzw. Südbereich auch in den Jahren 2014 bis 2015 zum Einsatz. Dazu gehört auch die erforderliche Massenbewegung mit Planiertechnik in einer Gesamtgrößenordnung von ca. 3,8 Mio. m³. Insgesamt sind mit der RDV zwischen 2013 bis 2015 auf einer Fläche von ca. 26 Hektar bis zu 13,9 Mio. m³ Verdichtungsvolumen abzuarbeiten. Zur Sicherung und Endgestaltung der gewachsenen Böschung im Süden des Restloches ist ab 2014 ein Massenabtrag in einem Umfang ca. 700.000 m³ bis 2016 geplant.

Zu den erläuterten Vorhaben vor den Türen der Stadt gehören auch das Durchführen von Restarbeiten des Unterflurabbruches im Bereich der ehemaligen Hauptwerkstatt Greifenhain einschließlich der Entsiegelung der Flächen sowie der Beräumung des Areals sowie anschließenden Begrünung. Im Bereich Gräbendorf steht ab 2014 noch die Verwahrung von 34 Filterbrunnen im Ufer- und Flachwasserbereich des Restloches Gräbendorf für die LMBV an.

Nach der Vorstellung der noch zu leistenden bergmännischen Grundsanierungsarbeiten im Bereich des ehemaligen Tagebaus Greifenhain wurde auch der Stand der Planungen für einen vorgesehenen Abfanggraben erläutert. Durch den „Neuen Südgraben“ könnten mittelfristig bis zu 431 potenziell betroffene Gebäude gesichert werden. Nach Errichtung dieses südlich gelegenen Grabensystems bleiben dann noch 17 zu sichernde Gebäude in Altdöbern, die mit Einzellösungen geschützt werden sollen. Nach dem Stand der Planungen wird dieser Graben 1.223 Meter lang - bei Teufen zwischen ca. 11 Meter und 3,30 Meter. Die Grabenbreiten liegen im Maximum zwischen 52 Meter und minimal bei 19 Meter. Die Sohlbreite beträgt ca. 1,30 Meter.

Die Einreichung der ergänzenden Unterlagen - mit einer UVS - ist im Juni 2013 durch die LMBV erfolgt. Die anschließende Auslegung der Planungsunterlagen dauerte bis zum 13.11.2013 an. Momentan liegen sieben Stellungnahmen bzw. Anfragen bei der LMBV dazu bereits vor. In Abhängigkeit vom Planfeststellungsbeschluss könnte der Beginn der Arbeiten voraussichtlich in 2015 sein. Das Ziel der LMBV ist es, mit dem Erreichen zur Genehmigung zum vorzeitigen Baubeginn die ersten Holzungen noch im Zeitfenster 2014/2015 zu beginnen. Die Ausführungsplanung soll dann parallel zum Planfeststellungsverfahren erarbeitet werden.

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