LMBV: Kliffsicherung am Restloch Sedlitz mit Geotubes begonnen

Bergbausanierer wirken der Kliffbildung mit sandgefüllten Schläuchen entgegen

Senftenberg/Lieske. An den nördlichen Ufern des Sedlitzer Sees findet gegenwärtig eine Sanierungsmaßnahme der LMBV statt. Dort wird eine Kliffsicherung mit Hilfe moderner Geotubes vorgenommen. Zurzeit wird der erste dieser textilen Schläuche in das Ufer eingebaut und mit Grundsedimenten gefüllt. Ausführende Firma im Auftrag der LMBV ist das Unternehmen TWB Boblitz in enger Abstimmung mit den Projektanten von DMT.

Hintergrund: In den vergangenen Jahren gingen am Nordufer ca. 35 Meter Vorland verloren. Diese Erdmassen werden im Restloch umgelagert. Um die Böschung zu schützen, bringt die LMBV und von ihr beauftragte Fachfirmen jetzt ein in der Restlochkette neuartiges Schlauchsystem zur Anwendung. Dazu werden fünf Meter breite, zwei Meter hohe und bis zu 50 Meter lange, sogenannte Geotextilverbundschläuche am Ufer ausgebracht. In diesen wird ein Wasser-Sand-Gemisch gepumpt. Das Wasser tritt anschließend aus, der Sand verbleibt in den Schläuchen und sichert somit die Böschung. Das Sediment entnimmt ein Schwimmbagger direkt aus dem See. Das Prinzip wird bereits in Spreewald-Nähe angewendet, dort aber aus dem Zweck, um das Wasser vom Schlamm und der Eisenfracht zu befreien. Derzeit haben in Lieske die Arbeiten an einem 150 Meter langen Abschnitt unmittelbar unterhalb des Dorfes begonnen.

In der Regionalzeitung wurden diese Arbeiten wie folgt getitelt: „Bergbausanierer setzen an gefährdeten Böschungen bei Lieske besonderes Verfahren gegen angriffslustige Naturgewalten ein“. Im Text heißt es dann: „Der ewige Kampf Wasser gegen Land ist am Nordufer des Sedlitzer Sees besonders spürbar. Die Wellen entreißen der Steilküste unterhalb von Lieske das Material und tragen es in den See hinaus. Die Bergbausanierer rücken dem Natur-Phänomen mit sandgefüllten Schläuchen zu Leibe.“

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