LMBV: Erdmasseneinbau in Randböschungs-Bereiche am Tagebau Greifenhain geplant

Vorhandener Gehölzbestand bereits beseitigt, um die notwendige Baufreiheit herzustellen - Erdmasseneinbau beginnt nach Ostern 2016 im südlichen Bereich der Kippenrandböschung

Senftenberg/Altdöbern. Die LMBV beabsichtigt ab Mitte Mai 2016 im Bereich der nordwestlichen Kippenböschung der Hochkippe des ehemaligen Tagebaues Greifenhain eine Kippenstabilisierung mittels Böschungsanschüttung vorzunehmen.

Im Bereich der nordwestlichen Kippenrandböschung der Hochkippe Greifenhain besteht in weiten Abschnitten aufgrund der geringen Grundwasser-Flurabstände keine ausreichende Sicherheit gegen Geländeeinbruch infolge Untergrundverflüssigung. Die erforderliche Standsicherheit wird in den betreffenden Böschungsabschnitten durch, von sicheren Böschungsabschnitten beginnenden Erdstoffanschüttungen hergestellt.

Der Masseneinbau beginnt im südlichen Bereich der Kippenrandböschung und wird in Richtung Norden fortgeführt. Im Bereich der „Altdöberner Mulde“ wird, um eine ausreichende Sicherheit gegen Geländeeinbruch in Folge Verflüssigung zu gewährleisten, eine Teilverfüllung der Muldenstruktur erforderlich werden.

Zur erdbautechnischen Sicherung der nordwestlichen Kippenrandböschung der Hochkippe Greifenhain und der „Kippentieflage Altdöbern“ werden in den Grenzen des Maßnahmengebietes insgesamt ca. 338.000 m³ Erdstoffmassen (ca. 245.000 m³ im Bereich der Kippenrandböschung, ca. 93.000 m³ im Bereich der „Altdöberner Mulde“) benötigt. In diesem Zusammenhang ist vorgesehen, die bei der Herstellung/Profilierung des „Altdöberner Südgrabens“ ab Mai 2016 anfallenden Erdstoffe (ca. 175.000 m³) in den Sicherungsbereich der Kippenrandböschung umzusetzen und dort, in einem Bauabschnitt zur Herstellung der Böschungsstandsicherheit, einzubauen. Nach Einbau des Erdaushubes aus dem Bereich des „Altdöberner Südgrabens“ werden dann noch ca. 163.000 m³ Erdstoff zur weiterführenden Sicherung der nordwestlichen Kippenrandböschung und der „Altdöberner Mulde“ benötigt. Diese Erdstoffe werden aus dem Profilierungsbereich der Südböschung des Restloches Greifenhain in einem nachfolgenden Bauabschnitt antransportiert und eingebaut.

Im Bereich der Flächen, die durch Masseneinbau aufgehöht werden sollen, wurde bereits der vorhandene Gehölzbestand beseitigt um die notwendige Baufreiheit herzustellen.

Nach erfolgter Böschungsanschüttung / Tieflagenverfüllung wird, entlang der Oberkante der Anschüttböschung ein mindestens 0,75 m tiefes, durch Überlaufschwellen im Abstand von ca. 25 m segmentiertes Graben – Wall – System angelegt (siehe nebenstehende Abbildung).

Unmittelbar nach Abschluss der erdbautechnischen Sicherungsarbeiten im Bereich der Kippenrandböschungen wird im Bereich der Anschüttflächen und der bauseitig in Anspruch genommenen Eingriffsflächen eine geeignete Zwischenbegrünung (Saatgutauswahl/Saatgutmenge) vorgenommen.

Die Herstellung des „Altdöberner Südgrabens“ und somit der Masseneinbau in die Kippenrandböschungsbereiche ist mit einer Laufzeit von ca. 50 Wochen geplant. Der Einbau der Massen erfolgt Werktags im Einschichtbetrieb. Der Beginn der Teil-Maßnahme „Altdöberner Südgraben“ ist voraussichtlich für Mitte Mai 2016 geplant. Die weiterführende Böschungsanschüttung/Tieflagenverfüllung ist mit einer Laufzeit von 53 Wochen vorgesehen.

Stand: 30.03.2015 ( nach Korrektur)

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