LMBV: MdB Caren Lay auf Sommertour im Lausitzer Seenland in Klein Partwitz

Schifffahrtstechnische Ausgestaltung und Ausrüstung des Überleiters 9 kann alsbald beginnen

Elsterheide. Auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Caren Lay kamen am 26.07.2017 Lokalpolitiker, Medienvertreter, Vertreter touristischer Leistungsanbieter, vom Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen sowie vom Tourismusverband Lausitzer Seenland und der LMBV in Klein Partwitz zu einer Gesprächsrunde zusammen.

Für die LMBV stellte der Abteilungsleiter Sanierungsmanagement Ostsachsen Gerd Richter die seit der Runde vor einem Jahr erfolgten Meilensteine aus Sicht der LMBV dar. Dazu gehören das Indienststellen des Gewässerbehandlungsschiffes „Klara“, die begonnene und sichtbare Konditionierung des Partwitzer Sees sowie die geotechnische Freigabe eines weiteren Uferabschnittes am Koschendamm des Geierswalder Sees. Wichtig für die weitere wassertouristische Nutzung ist der kürzlich erfolgte Eingang der Genehmigung der Landesdirektion Sachsen zur weiteren schifffahrtstechnischen Ausgestaltung und Ausrüstung des Überleiters 9. Nach fachlicher Durchsicht der Genehmigungsunterlagen und Evaluierung durch die Planer der LMBV kann dann mit dem konkreten Umsetzen und Ausschreiben der notwendigen Leistungen durch den Bergbausanierer begonnen werden. Ziel der LMBV sei es, so Richter, die künftige Nutzung des Barbara-Kanals noch innerhalb des I. Halbjahres 2018 damit zu ermöglichen.

Elsterheides Bürgermeister Dietmar Koark machte auf die unterschiedlichen Förderkulissen bei LEADER und GA INFRA sowie bei §4-Vorhaben für Seenlandprojekte aufmerksam, die auch die Kommunen hinsichtlich ihrer finanziellen Beteiligungen an die Grenzen bringen. Im Rahmen des §4 VA V werden ihm zufolge derzeit die Förderbedingungen des Freistaates Sachsen für neue §4-Projekte erneut zugunsten der Seenland-Kommunen verändert: auf 15 Prozent Eigenbeteiligung im Landkreis Bautzen und auf 10 Prozent Eigenbeteiligung im Landkreis Görlitz. Die Einheitsgemeinde Elsterheide ist zudem im Rahmen der angeschobenen Bauleitplanung für zwei Entwicklungsgebiete am Geierswalder See besonders gefordert. Mit dem Abschluss des VA VI seien nun stabile Rahmenbedingungen für die Bergbausanierung auch in der Lausitz bis 2022 gegeben. Hinderlich seien noch die zusätzlich nach 2010 durch geotechnische Erfordernisse von der LMBV gesperrten Flächen, für die Koark eine zeitnahe Sanierung einforderte.

Die Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Lausitzer Seenland wies auf die länderübergreifende Arbeit der Tourismus-Marketingfachleute hin, unterstrich den Prozesscharakter des Landschaftswandels und formulierte Aufgaben aus dem angepassten regionalen Entwicklungskonzept sowie Wünsche an die Politik. Heiko Nowak stellte Schwerpunkte aus dem Tätigkeitsfeld des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Sachsen vor. Touristiker wie Andreas Ittmann vom Quadcenter Klein Partwitz und Martin Tinko von der Ferien&Freizeitpark Geierswalde GBR wiesen auf Licht- und Schattenseiten bei der gegenwärtigen touristischen Entwicklung hin: einerseits nehmen die Besucherzahlen auf Campingplätzen und bei den Anbietern zu, anderseits schwinden z.B. mit der Flutung immer mehr die noch für Quads nutzbare Wege. MdB Lay dankte allen Gesprächspartner für die Anregungen, die sie in ihrer politischen Arbeit auf Landes- und Bundeebene nutzen werde.

Zurück