LMBV: MdB Caren Lay informierte sich am Geierswalder See über Lausitzer Seenland

Hoyerswerdaer Wahlkreis-Abgeordnete lud Gewerbetreibende, Zweckverband, Kommune und LMBV zum Informationsaustausch

Senftenberg/Geierswalde. Die Bundestagsabgeordnet der Linken Caren Lay hatte sich am 1. August 2016 Lausitzer Touristiker, Kommunal- und Zweckverbandsvertreter, Kommunalpolitiker sowie den Bergbausanierer LMBV zum Informationsaustausch an den Geierswalder See eingeladen. Für die LMBV übernahm der Abteilungsleiter Projektmanagement Ostsachsen, Gerd Richter den Antwortpart zu den Themen der Bergbausanierung.

Das Mitglied des Bundtages C. Lay hatte bereits vor vier Jahren einen Info-Abstecher an den Bergbaufolgesee der LMBV unternommen. Seitdem konnte sie viel Positives registrieren, u.a. das neu errichtete und gut besuchte Hotel „Leuchtturm“ der Fam. Struthoff, in dem die Veranstaltung organisiert worden waren. Die LMBV verwies auf den Prozesscharakter der Entwicklung der Folgeseen und die Fülle von Verpflichtungen, die aus den Abschlussbetriebsplänen heraus schrittweise durch die Sanierer abgearbeitet werden müssen und die bevorstehende Indienststellung eines LMBV-eigenen Gewässerbehandlungsschiffes am Partwitzer See.

Bürgermeister Koark von der Gemeinde Elsterheide verhehlte bei Würdigung alles Erreichten jedoch nicht, dass u. a. einige Zeithorizonte zu Seenutzungen verschoben werden mussten, Aussagen zur Sanierung der Innenkippen unbefriedigend seien und kommunale und private Entwicklungen gehemmt würden. Dies bestätigte Jürgen Ittmann von der Pension und Gaststätte „Zum Anker“ in Klein Partwitz, der durch Sperrungen von Radwegen im Sanierungsgebiet nach der Bergener Rutschung 2010 und dem Ausbleiben von Radtouristen weniger Umsatz mache, als angenommen. Weitere Herausforderungen sah der Gastronom und Pensionsbetreiber im Fachkräfte- und Nachwuchsmangel, der noch unzureichenden Breitbandabdeckung sowie Erreichbarkeit mit dem ÖPNV sowie in der Flächenverfügbarkeit im Seenland.

Auch Geschäftsführer Martin Tinko von der Ferien & Freizeitpark Geierswalde GBR verwies auf die seiner Meinung nach ebenfalls noch zu geringe Internetabdeckung und die sehr langen Planungs- und Vorlaufzeiten, bevor private Investoren tatsächlich an den Bergbaufolgeseen zum Zuge kommen können. Die Gemeinde Elsterheide habe allein 11 Bebauungspläne aufzustellen, was bei einer Einwohnerzahl von ca. 3.700 ein finanzieller und organisatorischer Kraftakt sei. Da war die bereits seit Monaten eingeforderte und inzwischen von der LMBV avisierte Teilfreigabe des Koschendammes noch für das Jahr 2016 eine willkommene positive Botschaft für die Runde.

Die Abgeordnete Lay bedankte sich bei allen Gesprächspartnern und resümierte, dass einige der Problemfelder, die sie bereits 2012 kennengelernt habe, nach wie vor bestehen. Ihrer Ansicht nach muss der Bund verstärkt den Strukturwandel in der Lausitz auch finanziell begleiten sowie auch die derzeit laufenden Verhandlungen zu einem Folgeverwaltungsabkommen für die Braunkohlesanierung zu einem guten Abschluss bringen. Sie kündigte an, in angemessener Zeit erneut an den Geierswalde See zu kommen.

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