LMBV: MdB Caren Lay informierte sich in Lohsa u.a. über die umgebenden Bergbaufolgeseen

Bautzener Wahlkreis-Abgeordnete lud Gewerbetreibende, Abgeordnete und LMBV zum Informationsaustausch

MdB Lay im Sommergespräch in Lohsa

Senftenberg/Lohsa. Die Bundestagsabgeordnete der Linken Caren Lay hatte sich am Abend des 20. August 2018 im Rahmen ihrer diesjährigen Sommer-Inforeise Lohsaer Touristiker, Gastronomen, Kommunalvertreter sowie den Bergbausanierer LMBV zum Informationsaustausch in den Lohsaer Ortskern eingeladen.

Für die LMBV übernahm der Abteilungsleiter Projektmanagement Ostsachsen, Gerd Richter, den Informations- und Antwortpart zu den Themen der Bergbausanierung. Er wurde vom Leiter der LMBV-Unternehmenskommunikation Dr. Uwe Steinhuber begleitet

Das Mitglied des Bundtages Caren Lay hatte bereits in den zurückliegenden Jahren jeweils einen Info-Abstecher im Rahmen ihrer Sommerreisen an verschiedene Bergbaufolgeseen der LMBV unternommen. Diesmal standen die rund um Lohsa liegenden Restlöcher wie der Knappensee, der Silbersee und der Dreiweiberner See sowie der Wasserspeicher Lohsa II im Fokus.

Die LMBV informierte zum Sanierungsstand am Knappensee, wo das Unternehmen im Auftrag des Freistaates Sachsen arbeitet. Laut Richter bleibt es bei dem Ziel, die bergtechnische Sanierung der Ufer des Gewässers bis zum Zeitraum 2021/22 zu vollenden. Dazu sind derzeit u.a. drei Verdichtungskomplexe im Einsatz. Für die noch nicht bergbaulich sanierten Uferabschnitte am Silbersee, einem Speicher der LTV, entwickelt die LMBV Planungen, die neben der Sanierung einen weiteren Sommerbetrieb des Campingplatzes und ein Nutzen des, wenn auch eingeschränkten, Badebereichs auch künftig zeitversetzt möglich machen sollen. Die LMBV verwies auf den Prozesscharakter der Bergbausanierung und den nachfolgenden sowie teilweise parallel laufenden Entwicklung der LMBV-Folgeseen wie am Scheibe-See oder Dreiweiberner See und die Fülle von Verpflichtungen, die aus den Abschlussbetriebsplänen heraus schrittweise noch durch die Sanierer im gesamten Revier abgearbeitet werden müssen.

Gastronom Maik Herzog vom Gasthaus "Zum Weißen Ross“ in Lohsa berichtete, dass neben dem Zuwachs tschechischer Gäste auch temporär ein Rückgang der Tagestouristen in seinem Lohsaer Restaurant angesichts der Sanierungsarbeiten an den benachbarten Seen zu verzeichnen sind. Dennoch zeigte er sich optimistisch, mit seinen Angeboten zahlende Gäste in guter Qualität beköstigen zu können. Er informierte auch zu seinem anstehenden Investitionsvorhaben im Ort Lohsa, das neben der Bewirtung mit regionaler Küche auch das Entstehen von acht Fremdenzimmern und zwei Ferienwohnungen beinhalte.

Bürgermeister Leberecht von der Gemeinde Lohsa hatte wegen Erkrankung die Gesprächsrunde absagen müssen. Dafür ergriffen Lohsaer Bürger das Wort. Auch das Mitglied des Sächsischen Landtages, Heiko Kosel, hinterfragte u.a., wo sich Landes- und Bundespolitiker zugunsten der Lohsaer Seenregion einschalten könnten. Er verwies auch auf Erfahrungen aus Studien, dass sich die unterschiedlichen Bergbaufolgeseen viel differenzierter vermarkten  müssten. Dabei sollte aus dem Lohsaer Blickwinkel heraus noch mehr das Einzugspotenzial der Metropole Dresden angesprochen werden. Auch müsse stärker mit dem Pfund der sorbischen Kultur und des Brauchtums gewuchert werden, wobei er das Smoler-Haus in Lohsa erwähnte, das touristisch noch nicht so bekannt sei.

Die Abgeordnete Lay bedankte sich bei allen Gesprächspartnern und resümierte, dass einige der Problemfelder, die sie bereits 2012, 2016 oder 2017 kennengelernt habe, nach wie vor bestehen. Ihrer Ansicht nach müsse u.a. die Vermarktung auch der zeitweilig "abgehängten Seen" rund um Lohsa verbessert, die Bergbausanierung im Umfeld konsequent fortgesetzt sowie der Strukturwandel in der Lausitz - z.B. auch mit speziell auf die Regionen heruntergebrochenen Regionalfonds - vom Bund und Land weiter finanziell begleitet werden.

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