LMBV: Minister Gerber, Präsident Thiem und LMBV-Vertreter beim LBGR-Jahresempfang 2017

Geschäftsführer und Leitende Mitarbeiter der LMBV unter den Gästen

Cottbus. Wirtschafts- und Energieminister Albrecht Gerber forderte beim gemeinsamen Jahresempfang des Landesamtes für Bergbau, Geologie und Rohstoffe und der Wirtschaftsförderung Brandenburg am 20.4.2017 in Cottbus vom Bund "verlässliche und vernünftige energiepolitische Rahmen-Bedingungen - für die Zukunft des Industriestandortes Deutschland".

Der Minister sagte zudem: "Für die Zukunft der Lausitz sind wir alle gemeinsam verantwortlich: der Bund, die Länder Brandenburg und Sachsen sowie die Kreise und Kommunen. Vor allem braucht die Lausitz eine Entwicklung aus sich selbst heraus. Die Unternehmen sind gefragt, neue Märkte und Geschäftsfelder zu erschließen. Hier wurden bereits gute und mutige Wege eingeschlagen. Die Lausitz hat begonnen, sich zu organisieren. Aber was den Rahmen anbetrifft, geht es nicht ohne den Bund. Da werden wir ihn in die Pflicht nehmen."

Gerber weiter: "Die Lausitz durchlebt bewegte Zeiten. Die LEAG hat sich in ihrem Ende März vorgelegten Regionalkonzept für viele weitere Jahre zur Braunkohleverstromung und zu ihrem Engagement in der Lausitz bekannt. Dieses Bekenntnis zum Braunkohle-Geschäft bedeutet Stabilität und Sicherheit für die Region." Das Wirtschafts- und Energieministerium werde das LEAG-Konzept genau analysieren und die Ergebnisse in die Weiterentwicklung der "Energiestrategie 2030" einfließen lassen.

Gerber unterstrich, dass es kein politisch festgesetztes Ausstiegsdatum aus der Braunkohleverstromung geben könne: "Zentrale Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende ist, dass die erneuerbaren Energien Unternehmen und Haushalte sicher und zu international wettbewerbsfähigen Preisen versorgen können. Davon sind sie derzeit noch weit entfernt sind. Deshalb brauchen wir die Lausitzer Braunkohle." Damit die Wirtschaft in Brandenburg auch weiterhin gut vorankomme, bedürfe es gut ausgebildeter Fachkräfte, so der Minister weiter.

"Kompetente und motivierte Beschäftigte sind ein entscheidender Erfolgsfaktor für unsere Unternehmen", hob Gerber hervor. Bei der Suche nach geeigneten Kräften zahle sich aus, dass Brandenburg als erstes Bundesland Wirtschafts- und Arbeitsförderung aus einer Hand biete. Er lobte Landesbergamt und Wirtschaftsförderung als "wichtige Partner bei der Stärkung und Weiterentwicklung der Lausitz als Energieregion, als Standort für Industrie und Innovationen, als Tourismusdestination sowie als Lebens- und Kulturraum".

LBGR-Präsident Hans-Georg Thiem wies in seinen Begrüßungsworten auf die zwei wichtigen strukturmitbestimmenden Ereignisse der zurückliegenden Zeit hin: einmal auf das neue Revierkonzept der LEAG und den Abschluss der Verhandlungen zu einem Folgeverwaltungsabkommen VA VI für die Braunkohlesanierung

Quelle: Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg - redigiert / Fotos: Gerald Unger vom LBGR

Zurück