LMBV: Neue Modellierung für den Lober zeigt auf, dass letzter Bauabschnitt nicht notwendig ist

Aktualisiertes Modell weist aus, das bei Unterlassen des Ausbaus im 1. BA keine negativen Änderungen in den bereits fertig gestellten Flussabschnitten zu erwarten sind

Leipzig/Delitzsch. Eine langfristige Sanierungsmaßnahme zum Schutz vor Vernässungen durch den Grundwasserwiederanstieg läuft im Raum Delitzsch mit dem Ausbau des Lobers.

Wie die LMBV auf Presseanfragen hin mitteilte, stimmen sich derzeit LTV und LMBV über die notwendigen Maßnahmen zum Abschluss des Gesamtprojektes ab. Die nun noch zu planenden Maßnahmen werden der LDS voraussichtlich 2019 zur Genehmigung vorgelegt. Die laufenden Unterhaltungsmaßnahmen, Monitoring und Pflege der Neuanpflanzungen gehen ungeachtet dessen weiter.

Im Januar 2017 wurde ein wasserrechtlicher Antrag zum Gewässerausbau Lober 1. Bauabschnitt von Fluss-km 20+358 bis Fluss-km 17+500 bei der LDS eingereicht. Mit Vorliegen einer aktuellen Grundwassermodellierung wurden in gemeinsamer Abstimmung von Antragsteller und Projektträger die laufenden Planungen für den letzten Bauabschnitt gegenwärtig ausgesetzt.

In der vorliegenden Modellierung wurde festgestellt, dass bei einem Ausbau des Lobers im sogenannten 1. BA von keiner wesentlichen schutzzielwirksamen Grundwasserabsenkung im Bereich der Erzberger Straße sowie im Delitzscher OT Schenkenberg auszugehen ist.

Gleichzeitig weist das Modell aus, dass bei Unterlassung des Ausbaus im 1. BA keine negativen Änderungen in den bereits fertig gestellten Flussabschnitten zu erwarten sind. Unabhängig von der  Lober-Maßnahme werden Planung und Sicherung von Bebauungen, die vom Grundwasserwiederanstieg betroffen sind, im Stadtgebiet von Delitzsch bearbeitet.

Beim Ausbau des Lobers ist die Landestalsperrenverwaltung (LTV) wasserrechtlich verantwortlich und damit Antragsteller und Bauherr für den weiteren Ausbau des Lobers. Die LMBV ist Projektträger im Rahmen des Verwaltungsabkommen zur Braunkohle-Sanierung. Sie plant und realisiert die Maßnahmen in Abstimmung mit der LTV.

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