LMBV: Neutralisationstest im Absetzbecken Raddusch mit Natriumcarbonat fortgesetzt

LMBV: Soda-Test am Absatzbecken Raddusch mit schwimmfähiger Rohrleitung sowie einem Saugspülbagger als Austragseinheit

Einsatz von Soda für verbesserte Pufferung auch im Umfeld von Raddusch getestet

Senftenberg/Raddusch. Ein Neutralisationstest im Grubenwasser-Absetzbecken der ehemaligen Grubenwasser-Reinigungsanlage Raddusch wurde in der vergangenen Woche von der LMBV mit Soda fortgesetzt.

Nach der Inbetriebnahme einer mobilen Konditionierungsanlage am 09.11.2016 wurde durch den beauftragen Wasser- und Bodenverband „Oberland Calau“ WBVOC zuvor ein Neutralisationstest vom 1. Halbjahr 2017 mit drei anschließenden Kampagnen fortgeführt. Innerhalb von je drei Arbeitstagen wurden dabei damals pro Einsatz ca. 3 bis 5 Tonnen Weißkalkhydrat in das ehemalige Grubenwasserabsetzbecken eingebracht.

Die Testreihe wurde nun mit dem 5. Neutralisationstest im Maximalstau des Grubenwasserabsetzbeckens fortgesetzt. „Im Zeitraum vom 31.08. bis 12.09.2017 wurden insgesamt vier Tonnen Natriumcarbonat, dies ist auch als Soda bekannt, vollflächig im Becken verteilt“, teilte der LMBV-Verantwortliche und häufig als Ocker-Beauftragter des Unternehmens genannte Sven Radigk mit.

S. Radigk, der beim Bergbausanierer die LMBV-Projektgruppe Gewässergüte Fließgewässer Lausitz leitet, betonte: „Zum Einsatz kam dafür wiederum eine modifizierte mobile Anlagentechnik, d.h. ein Vorlagebehälter für Klarwasser, jeweils eine Misch- und Brauchwasserpumpe, eine schwimmfähige Rohrleitung sowie ein Saugspülbagger als Austragseinheit, die bereits bei der Kalkkonditionierung zur Anwendung gebracht wurde.“

Mit dem Wechsel des Neutralisationsmittels – nun Soda statt Kalk – soll auch eine verbesserte Pufferung des pH-Wertes erzielt werden. Damit können sich die erforderlichen Nachbehandlungszyklen im Absetzbecken Raddusch deutlich verlängern.

Der Neutralisationstest wurde gleichzeitig auf das Umfeld des Naturhafen Raddusch erweitert. So soll durch die Umleitung des Kahnsdorfer Feldgrabens sowie des Göritzer Mühlenfließes deren Auswirkung auf die Radduscher Kahnfahrt erkundet werden. Dabei geht es sowohl um die mengenmäßigen Auswirkungen als auch um die Gütebeeinflussung u.a. des pH-Wertes und der Eisengesamtkonzentration.

„In der 36.KW 2017 wurde der Sodaeinsatz kurzfristig nach behördlicher Abstimmung auf das Seeser Fließ erweitert. Somit konnten ab 6. September 2017 für das Dorf- und Erntefest in Raddusch gute Rahmenbedingungen geschaffen werden, die sicher auch zum Gelingen der Veranstaltung mit beigetragen haben“, ergänzte Radigk.

LMBV-Luftbild: Absetzbecken Raddusch vor der Testbehandlung mit Soda - links im Bild
LMBV-Luftbild: Absetzbecken Raddusch vor der Testbehandlung mit Soda - links im Bild

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