LMBV: Pegel im Großräschener See steigt – Erstes Wasser auch im Ilse Kanal

Sedlitzer See wird unteren Endwasserstand erst nach 2021 erreichen

Senftenberg/Großräschen. Mit dem Flutungsfortgang im Restloch Meuro wurde eine magische Zielmarke überschritten. Bei einem Pegelstand von nunmehr mehr als 97,50 m NHN schwappte am 7. November 2017 nicht nur Wasser in den bis dahin trockenen Großräschener Hafen, sondern auch in das Gerinne des künftigen Überleiters zum Sedlitzer See.

Im Ilse Kanal war dies auch für Gäste der Rundweges gut erkennbar. Horst Lehmann machte sein Foto davon am 08.11.2017 gegen 9 Uhr. Da derzeit noch eine Fülle von Sanierungsarbeiten am Restloch Sedlitz laufen, wurde der Überleiter 11 im Bereich des Tunnels vorsorglich im Auftrag der LMBV abgedichtet.

Zudem haben die unerwartet starken Böschungsabbrüche am Tagebaurestgewässer Sedlitz im nördlichen Bereich bei Lieske in den vergangenen Jahren die LMBV veranlasst, eine tiefgründige geotechnische Betrachtung hinsichtlich der Standsicherheit der Böschungssysteme zu führen. Im Ergebnis dieser gutachterlich gestützten geotechnischen Bewertungen sind ergänzende Böschungssicherungsarbeiten zwingend erforderlich.

Die vorauslaufenden Planungs- und Genehmigungsprozesse für die notwendigen Baumaßnahmen sind immer gekennzeichnet durch Vorgaben von Sachverständigen für Böschungen. Für die darauf aufsetzenden technologischen Abläufe in der Baudurchführung werden konsequent Grenzwasserstände – auch zur Sicherheit der dort arbeitenden Sanierer - festgeschrieben.

Somit ist ein kontinuierlicher Flutungsprozess für den künftigen Sedlitzer See derzeit unter Beachtung der oben genannten Sachverhalte nicht gegeben. Die Konsequenz sind zeitliche Verzögerungen im gesamten Flutungsablauf des Tagebaurestgewässers Sedlitz. „Zum jetzigen Zeitpunkt wird davon ausgegangen, dass der untere Endwasserstand von + 100 m NHN im Bergbaufolgesee erst nach 2021 erreicht wird“, so der LMBV-Sanierungsbereichsleiter Lausitz, Manfred Kolba auf Nachfrage.

Fotos: Horst Lehmann und Stefanie Klein für LMBV

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