LMBV: Pilotvorhaben für Strandsanierung am Dreiweiberner See bei Lohsa gestartet

Untersuchungsbohrungen im Auftrag der LMBV haben am Ufer des Dreiweiberner See begonnen

Senftenberg/Lohsa. Am Strand des Dreiweiberner Sees bei Lohsa, dem vormaligen Restloch des Tagebaus Dreiweibern, hat der Bergbausanierer LMBV im August 2015 ein Pilotvorhaben zur Verhinderung von Eisenaustritten am Ufer begonnen Dazu werden derzeit u.a. auch 20 Erkundungsbohrungen in diesem Strandbereich auf den Weg gebracht.

Im Rahmen des Pilotvorhabens sollen an drei Abschnitten am Strand)unterschiedlichen Verfahren im Jahr 2015 planerisch vorbereitet und dann ab ca. II Quartal 2016 getestet werden.

Um eine Sanierungstechnologie für die LMBV zu entwickeln, die dann auch auf andere Uferbereiche übertragbar sein könnte, sollen - wie bei Pilotprojekten üblich - mehrere geeignete Varianten an einem Objekt beispielhaft getestet werden. „Im Gegensatz zu den meisten anderen Pilotvorhaben, bei denen die Varianten als unterschiedliche Betriebsregime nacheinander getestet werden, bietet es sich hier an, die Varianten gleichzeitig an nebeneinander gelegenen Uferbereichen zu entwickeln, zu errichten, messtechnisch zu überwachen und zu verallgemeinern,“ so Pressesprecher Dr. Uwe Steinhuber.

Im Einzelnen sollen dabei folgende Lösungen getestet werden

(1)        Abdichten mit einer Bentonitmatte

(2)        Einbau eriner strömungsbrechenden Drainageschicht

(3)        Einbau eines reaktiven Kalkteppiches

Generelles Ziel des LMBV-Pilot-Vorhabens ist die Entwicklung einer geeigneten Problemlösung, die

(1)    das belastete eisen- und sulfathaltige Wasser von nutzbaren Uferbereichen dauerhaft fernhält bzw. eliminiert,

(2)    möglichst kurzfristig (wünschenswert: innerhalb einer Saison) wirksam wird,

(3)    mit geringen Betriebs- und Unterhaltungsaufwand auskommt,

(4)    bautechnisch mit vertretbarem Aufwand machbar ist,

(5)    in ihrer Funktionalität leicht zu überwachen ist und

(6)    auf ähnlich gelagerte Fälle übertragbar ist.

Die eigentliche Strandsanierung ist, gemäß dem Ablaufplan und unter der Voraussetzung dass alle Genehmigungen vorliegen, erst für das II. Quartal 2016 geplant. Folgender Ablauf ist derzeit von der LMBV in Abstimmung mit der Gemeinde Lohsa geplant:

  1. Erkundung des Versuchsstandortes (Grundlagenermittlung) August 2015
  2. Zusammenstellung und Bewertung möglicher Lösungsansätze, Genehmigungsplanung incl. geohydraulischer und geochemischer Untersuchungen bis September 2015
  3. Genehmigungsbeantragung bis Erhalt der Genehmigung September- Dezember 2015
  4.  Ausschreibung und Vergabe I. Quartal 2016
  5. Umsetzung der Baumaßnahmen II. Quartal 2016 mit Ziel Abschluss der Arbeiten vor der Badesaison 2016
  6. Überwachter Betrieb und Auswertung der Ergebnisse über mindestens ein Jahr

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