LMBV: Lausitzer Pressereise des Ministerpräsidenten Dr. Woidke am 5.9. geplant

Thema: Bergbausanierung - Innovative Lösungen für die Strukturentwicklung der Lausitz

Potsdam. Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke plant Anfang September eine Pressereise in die Lausitz, auf der sich auch die Bergbausanierer zeigen werden.

Strukturwandel und Strukturentwicklung in der Lausitz stehen schon seit vielen Jahren auf der Agenda der Landesregierung: Ministerpräsident Dietmar Woidke hat erst kürzlich den Lausitzbeauftragten Klaus Freytag berufen, die Bundesregierung die Kommission für "Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung" mit dem Co-Vorsitzenden Matthias Platzeck.

Auch die Bergbausanierung komme in großen Schritten voran und das neue Gesicht der Lausitz nehme immer konkretere Gestalt an. Eine Gestalt, die auch international aufmerksam registriert wird. Das Lausitzer Seenland gehört gemeinsam mit dem Spreewald zu den Preisträgern des Europäischen Gartenpreises 2018/19, der am 7. September verliehen wird. Einen Ausschnitt dieser Strukturentwicklung möchte die Potsdamer Staatskanzlei den Journalisten nun im Rahmen der Tour am 5. September 2018 näher bringen.

Ministerpräsident Woidke und der Lausitzbeauftragte Freytag werden die Medienvertreter zu aktuellen Themen der Lausitz informieren. Der Präsident des Landesamtes für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR), Dr. Hans-Georg Thiem, sowie der Geschäftsführer der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV), Dr. Hans-Dieter Meyer, informieren zu ihren jeweiligen Arbeitsbereichen. Um Anmeldungen bei Interesse wird bis zum 03.09.2018 an die Staatskanzlei Brandenburg gebeten.

Folgendes Programm mit zahlreichen Bild-/Fotopunkten ist derzeit geplant:

09:00 Uhr

Abfahrt mit dem Bus ab Staatskanzlei, Heinrich-Mann-Allee 107, 14473 Potsdam, Haus 12, Einfahrt Friedhofsgasse.

Begrüßung durch Ministerpräsident Dietmar Woidke.

Während der Fahrt Erläuterungen durch den Lausitzbeauftragten Dr. Klaus Freytag und den Geschäftsführer der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV), Dr. Hans-Dieter Meyer.

10:45 Uhr

Ende der Bergaufsicht für den Gräbendorfer See - Zur Bedeutung des Tourismus für die Strukturentwicklung der Region

Der Gräbendorfer See ist der erste größere Bergbaufolgesee, der seit der Neugründung des Landes Brandenburg aus der Bergaufsicht entlassen wird. Der Präsident des LBGR, Hans-Georg Thiem, bescheinigt der LMBV damit den erfolgreichen Abschluss der Arbeiten rund um den Gräbendorfer See und macht den Weg frei für die Weiterentwicklung des Umfeldes (Fototermin).

Vetschaus Bürgermeister Bengt Kanzler wird seine kommunalen Vorhaben vor Ort vorstellen. Dazu gehört neben einer Ferienhausanlage eine Reihe „Schwimmender Häuser“, von denen die ersten bereits besichtigt werden können.

Anschl. wird der Geschäftsführer des Tourismusmarketing Brandenburg (TMB), Dieter Hütte, die Bedeutung des Tourismus für die Strukturentwicklung der Lausitz erläutern.

12:00 Uhr

Gestaltung und Sicherung neuer Landschaften mittels Drohnen bzw. flugzeug- oder helikoptergesteuertem digitalen Laserscanning - am Beispiel des künftigen Altdöberner Sees, dem ehemaligen Tagebau Greifenhain

Die LMBV entwickelt gemeinsam mit beauftragten Unternehmen modernste Techniken zur Landschaftssicherung und bergbaulichen Wiedernutzbarmachung. Wo rund um den Gräbendorfer See bereits touristische Projekte entwickelt werden, steht hier mit gezielt angewendeter Rütteldruckverdichtung und drohnengesteuerter Überwachung zunächst die bergtechnische Sicherung an.

  1. Präsentation der Verdichtungstechnologien am Restloch Greifenhain durch LMBV-Sanierungsbereichsleiter Manfred Kolba
  2. Technische Erläuterungen zur Rütteldruckverdichtungstechnik durch Ecosoil-Geschäftsführer Axel Bretfeld

Die ECOSOIL Ost GmbH mit Sitz in Senftenberg entstand 1993 mit dem Ziel der Umsetzung von Dienstleistungen zur "flächenhafter Wiedernutzbarmachung geotechnisch gefährdeter Bereiche von Bergbaufolgelandschaften". Auch durch die stetige Weiterentwicklung eigener Spezialtechnik der Tiefen- und Rütteldruckverdichtung gehört das Unternehmen mittlerweile zu den führenden Firmen Deutschlands auf diesem Gebiet.

  1. Überwachen und Steuern der bergbaulichen Landschaftsgestaltung und -sicherung aus der Luft

Der Geschäftsführer des international tätigen Unternehmens MILAN Geoservice GmbH, Sven Jany, präsentiert vor Ort Einsatzbeispiele zum digitalen Laserscanning mittels Flugzeug, Helikopter oder Drohne als Basis für Landschaftsgestaltung. Auch beim Hochwasserschutz kommen entsprechende Laser-Scanning-Höhenmodelle zum Einsatz. Das Lausitzer Unternehmen, das seit 15 Jahren diese Technologien kontinuierlich anwendet und weiterentwickelt, ist auch international gefragt.

13:30 Uhr

Großräschens neues Tor zum Wasser - IBA-Terrassen und der neue Stadthafen

Wo man vor gut 10 Jahren noch mit einer geführten Geländewagen-Tour über den heutigen Seegrund fahren konnte, werden demnächst Schiffe über den Großräschener See fahren. Der bereits geflutete Hafen wird gemeinsam mit den IBA-Terrassen eine ganz neue und attraktive Seite Großräschens ausmachen.

Nach einem Mittagsimbiss wird Bürgermeister Thomas Zenker das bisher Erreichte und weitere Zukunftsplanungen bei einem Rundgang am Hafen vorstellen. Nicht nur die Zahl der Neubauten in Großräschen steigt spürbar, die Anfragen für die geplanten 100 Bootsliegeplätze betragen schon jetzt ein Vielfaches.

Abschließend Begehung des Großräschener Weinberges - Brandenburgs einziger offizieller Steillage. Alle Weine werden aus Trauben von pilzwiderstandsfähigen Reben erzeugt. Wie Nachhaltigkeit im Weinberg und Qualität im Glas zusammenpassen, ist in einer Weinprobe mit den Winzern Cornelia und Andreas Wobar zu erfahren.

15:45 Uhr Rückfahrt nach Potsdam geplant, Ankunft ca. 17:45 Uhr

LMBV: IBA-Terrassen am Großräschener See - Im Vordergrund läuft noch die Sanierung
LMBV: IBA-Terrassen am Großräschener See - Im Vordergrund laufen noch die Sanierungsarbeiten zum Beseitigen von Überhöhen und Bäumen

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