LMBV: Pumpstation zum Überschuss-Wasser-Ableiten vom Markkleeberger See fertig gestellt

Seerundweg ab Mitte August wieder ohne Einschränkungen befahrbar

Die temporäre Sperrung des Markkleeberger Rundwegs wird spätestens Mitte August 2017 aufgehoben werden

Leipzig/Markkleeberg. Nahe des Auslaufbauwerks am Nordufer des Markkleeberger Sees wurde in dreimonatiger Bauzeit eine Pumpstation errichtet. Der Probebetrieb startet planmäßig in der kommenden 32. Kalenderwoche und läuft bis Mitte September 2017. Die in dem Bereich erforderliche temporäre Sperrung des Markkleeberger Rundwegs wird spätestens Mitte August 2017 aufgehoben werden.

Die Anlage wird während eines Interimszeitraumes das Überschusswasser aus dem Seenverbund von Störmthaler und Markkleeberger See in die Kleine Pleiße ableiten bis eine dauerhafte und sichere Lösung zur nachhaltigen Überschusswasserableitung hergestellt wird. Die Pumpstation besitzt zwei Rezirkulationspumpen mit jeweils ca. 10 kW im Parallelbetrieb. Die Förderrate beträgt 500 Liter pro Sekunde, damit ist der geforderte ökologische Mindestabfluss in die Vorflut gewährleistet. Sowohl Einlauf- und Auslaufbereich wurden mit Wasserbausteinen befestigt, um Erosionserscheinungen zu vermeiden. Unter dem Rundweg am Markkleeberger See wurde ein Rechteckgerinne mit Venturikanal als Messeinrichtung verbaut, die Wasserstands- und Durchflussmessung erfolgt mittels einer Radarsonde. Die Pumpen wurden mit moderner Technik ausgerüstet, sodass diese im Automatikbetrieb den Wasserstand im See regeln können. Die Daten laufen per Datenfernübertragung auf das Info-System der LMBV und das des Betreibers, um die Anlage per Computer überwachen zu können.

Ausführende Baufirma war Fa. HTR-Bau GmbH, Leipzig. Das Bauvorhaben wurde finanziert über den § 2 des Verwaltungsabkommens zur Braunkohlesanierung. Es entstanden Kosten in Höhe von rund 550.000 Euro.

Hintergrund: Die Einhaltung des genehmigten Wasserstandes im Markkleeberger See ist maßgeblich von der Funktionsfähigkeit beziehungsweise der Abflusskapazität des Vorfluters Kleine Pleiße abhängig. Der zusätzliche Betrieb der Pumpanlage ist vor allem für die Zeiträume geplant, in denen das Abflussvermögen der Kleinen Pleiße nicht ausreicht, um das gesamte anfallende Überschusswasser aus dem See abzuleiten.

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