LMBV: Risse an Kirche in Güldengossa haben keine bergbaulichen Ursachen

Gutachter: Unterschiedliche Fundamentierungen und nicht geeigneter Baugrund als Ursache identifiziert

Leipzig/Senftenberg. Am 27. September 2017 berichtete die Leipziger Volkszeitung u.a. in ihrer Online-Ausgabe unter der Überschrift „Ein tiefer Riss geht durch die Kirche von Güldengossa“ über aufgetretene Bauwerksschäden an dem Kirchengebäude, wobei vermeintlich die Ursache unklar bzw. der Bergbau Schuld sei. Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH hat sich fachlich intensiv mit den angezeigten Schäden der Kirche in Güldengossa befasst. Kurz zum Vorgang:

  • Mit der Schadensanzeige vom 31.08.2016 wurden der LMBV erhebliche Rissbildungen an der Kirche, in der Annahme, dass diese durch bergbauliche Maßnahmen verursacht sein könnten, mitgeteilt.
  • Die LMBV veranlasste eine umfassende Prüfung der Sachverhaltslage unter Berücksichtigung des mit übersandten Baugrundgutachtens der IBG Leipzig vom 02.11.2015. Zusätzlich wurde die Firma LUG Engineering GmbH mit der Aufnahme, Ermittlung und Bewertung der Schäden an dem betreffenden Gebäude beauftragt. Die in der LMBV zur Verfügung stehenden Datenbestände für die Ortslage Güldengossa wurden bei der Bewertung des Sachverhaltes berücksichtigt.
  • Am 25.10.2016 erfolgte eine Ortsbesichtigung gemeinsam mit Vertretern der Kirche und Fachingenieuren der LUG Engineering GmbH.
  • "Im Ergebnis der Prüfung wurden bergbauliche Ursachen dieser Bauwerksschäden sachverständig ausgeschlossen. Die Bauwerksschäden werden vielmehr auf die Gründung des Gebäudes und die auf dem Grundstück vorhandenen Baugrundverhältnisse, insbesondere den verformungsempfindlichen Baugrund zurückgeführt," so Ilona Hoffmann, zuständige LMBV-Abteilungsleiterin Bergschadensmanagement/Sperrbereiche.
  • "Das zur Verfügung gestellte Baugrundgutachten der IBG Leipzig vom 02.11.2015 bestätigt die auch unsererseits sachverständig vertretene Auffassung, dass einzelne Gebäudeteile auf unterschiedliche Fundamentierungen errichtet wurden. Dies trifft insbesondere auch auf den Bereich des südlichen Altarraumes und der Sakristei zu, in dem sich die Schäden konzentrieren. Unter der Gründungssohle von Altarraum und Sakristei wurde nicht geeigneter Baugrund erkundet."

Aus den Ausführungen ergibt sich, dass bergbauliche Ursachen für die angezeigten Bauwerksschäden sachverständig zweifelsfrei ausgeschlossen sind.

„In einem Antwortbrief an den Ev.-Luth. Kirchenvorstand Probstheida-Störmthal-Wachau wurde auf diese und weitere Ursachen, die zu den Schäden an der Kirche geführt haben könnten, hingewiesen“, so die zuständige LMBV-Abteilungsleiterin Ilona Hoffmann.

Blick über den Störmthaler See hin zum Markkleeberger See
Güldengossa - nahe dem Störmthaler See gelegen

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