LMBV: Saugspülbagger verspült Kohletrübe in tiefe Bereiche des Restloches 29

Unternehmen ETK GmbH Erdbau & Transport Kehlbier arbeitet am Südteich in Schwarzheide

Senftenberg/Schwarzheide. Die Arbeiten an der Sicherung der Einspülflächen im Südteich (RL 29) bei Schwarzheide kommen weiter voran. Sie gehören zur Herstellung der öffentlichen Sicherheit und zur Gestaltung der Folgenutzung am Restloch 29. Die im Restloch 29 der Tagebaufelder Lauchhammer vorhandenen nicht trittfesten Ufer- und Flachwasserbereiche sind bis zu einer Mindestwassertiefe von zwei Meter abzutragen. Nach Abschluss der vorbereitenden Leistungen wurde im II. Quartal 2019 mit dem Massenabtrag und der Massenumlagerung begonnen. Insgesamt werden 240.000 m³ Massen innerhalb des Gewässers verlagert.

Der Bauabschnitt 1/29 umfasst die Kohleschlammfläche an der Nordwestböschung unterhalb des SeeCampus. Der Bauabschnitt 3/29 umfasst die Eisenhydroxidschlammfläche mit kalkhaltigen Ablagerungen im westlichen Bereich des Südteichs. Die wasserseitig aufgenommenen Einspülmassen werden mit einem Saugspülbagger im Restlochtiefsten verbracht. Auftragnehmende Firma ist das Unternehmen ETK GmbH Erdbau & Transport Kehlbier aus Theißen. Die ökologische Baubegleitung erfolgt durch IPROconsult.

Die Arbeiten in der Kohleschlammfläche (Abschnitt 1/29) wurden im Frühsommer 2019 aufgrund von Selbstentzündungs- und Brandgefahren zunächst eingestellt. Hier werden ab Oktober 2019 die Saugspülarbeiten weitergeführt. Bis dahin wurden die Arbeiten in anderen Bereichen des Südteichs planmäßig weitergeführt und beschleunigt. Dazu gehörten:
• die Baufeldberäumung (Holzung, Rodung, Schilfmahd) sowie umfangreiche Wegebaumaßnahmen,
• das Anlegen von Ausgleichs- und Hälterflächen für Amphibien sowie das Absammeln von Amphibien, die Umsetzung von geschützten Pflanzenpopulationen in Hälterflächen,
• der Abtrag der Vegetationsdecke mit Schwimmbagger sowie Transport und Einbau der Vegetationsdecke auf der vorgesehenen Vernässungsfläche Süd,
• der Aufbau der Schwimmgut- und Sedimentationssperren im Restloch 29 sowie
• die Saugspülarbeiten im Bereich der Fläche 3/29 und das Verspülen der Massen im Restlochtiefsten.

Der weitere Zeitplan sieht das Weiterführen der Abtragsarbeiten im Bauabschnitt 3/29 vor. Nach Beendigung der Arbeiten im Abschnitt 3/29 werden die Saugspülarbeiten im Abschnitt 1/29, unterhalb des Seecampus, fortgeführt, Abschließend erfolgen die erdbautechnische und wasserbauliche Böschungssicherung im Bereich der gesicherten Einspülflächen sowie die Bermenerweiterung unterhalb des Seecampus und die Rekultivierungsarbeiten.

Die LMBV folgt aus Ihrer bergrechtlichen Verpflichtung heraus zuallererst den Anforderungen der Grundsanierung gemäß § 2 VA BKS. Das Restloch wird entsprechend der geotechnischen Vorgaben des Sachverständigen für Böschungen saniert, um die öffentliche Sicherheit herzustellen. Weitere Maßnahmen zur Erhöhung des Folgenutzungsstandards (§ 4 VA BKS) werden in diesem Fall durch die Stadt Schwarzheide initiiert. Auch hier muss der bergbauliche Hintergrund und der sanierte Endzustand für die angestrebten Nachnutzungen berücksichtigt werden.

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