LMBV-Schwerpunkte bei der Bergbausanierung in Mitteldeutschland im Jahr 2014

Leipzig. Für den LMBV-Sanierungsbereich Mitteldeutschland hat zuständige Bereichsleiterin Grit Uhlig folgende Schwerpunkte für das Jahr 2014 umrissen:

Wulfersdorf

Schwerpunkt bilden hier die Maßnahmen zur sicheren Gestaltung der Ostböschung des ehemaligen Tagebaus sowie die Gestaltung des Mühlbacheinschnittes.

Concordiasee

Nach dem Abschluss der Untersuchungen zum Böschungsereignis vom 18. Juli 2009 im letzten Sommer soll in diesem Jahr mit der Umsetzung der Sanierungskonzeption zur Neugestaltung des betroffenen Böschungsbereiches begonnen werden. Dies erfolgt in enger Abstimmung mit dem Wirtschaftsministerium des Landes Sachsen-Anhalt sowie der zuständigen Bergbehörde.

Geiseltalsee

Umsetzung des Oberflächenentwässerungssystems auf der Südböschung zwischen Mücheln und Krumpa; Rückbau des alten Betongerinnes der Geisel in Mücheln; Bau Wirtschaftsweg über das Gelände der Brikettfabrik Braunsbedra.

In enger Abstimmung mit den Behörden kann im Frühjahr die Freigabe einer weiteren Wasserfläche des Geiseltalsees bis Frankleben erfolgen.

Seelhausener See/Großer Goitzschesee

Schwerpunkt liegt auf der Beseitigung der Schäden vom Hochwasserereignis 2013 im Bereich Lober-Leine-Kanal, an den Böschungen des Seelhausener Sees sowie den vier Durchbruchstellen im Döberner Forst. Außerdem wird der Wirtschaftsweg um den Seelhausener See geschlossen.

Golpa-Nord/Gröbern

Ab März erfolgt die Überleitung des Überschusswassers vom Tagebaurestloch Gröbern zum Gremminer See. Weiterhin erfolgt der Wirtschaftswegebau am Gröberner See im Bereich der Ostböschung und am Gremminer See wird der Rundweg fertiggestellt.

Zwenkauer See

Planmäßige Weiterführung und Abschluss der Arbeiten am Betriebsauslass der „Hochwasserentlastung Weiße Elster“. Weitere gezielte Flutung des Zwenkauer Sees unter Beachtung des Hochwasserschutzes und Fortführung der Neutralisation des Sees. Außerdem beginnt die Baugrundvergütung für den Harthkanal, der künftigen Gewässerverbindung zwischen Zwenkauer und Cospudener See.

Störmthaler See

In Abstimmung mit der Gemeinde Großpösna, dem Landkreis Leipzig sowie der Bergbehörde laufen die Vorbereitungen zur Freigabe des Störmthaler Sees im Frühjahr. Mit dem benachbarten Markkleeberger See stehen dann rund 1.000 Hektar Wasserfläche für vielfältige Nutzungen zur Verfügung.

Weiterer Schwerpunkt im Sanierungsbereich Mitteldeutschland ist Umsetzung eines umfangreichen Monitorings zur Überwachung der Wasserstands- und Wassergüteentwicklung in den Tagebauseen; ebenso die bergbaubedingte wasserwirtschaftliche Nachsorge. Des Weiteren wird ein umfangreiches Programm zur Verwahrung von Filterbrunnen und zur Sicherung von untertägigen Hohlräumen umgesetzt.

Die Maßnahmen zur Gefahrenabwehr durch den Grundwasserwiederanstieg in den betroffenen Gebieten werden zielstrebig fortgeführt. Dazu zählen die Sicherung von Bausubstanzen an Gebäuden wie auch die Realisierung von Komplexmaßnahmen zur nachhaltigen Ableitung des Grundwassers. Im Stadtgebiet von Delitzsch wird auch der Gewässerausbau des Lobers fortgeführt.

Mit einem umfangreichen Wegebau sowie der Errichtung von Geh- und Radwegebrücken, zum Beispiel über die Pleiße und die B2 in Höhe Markkleeberg, wird die Infrastruktur um die Bergbaufolgeseen wieder hergestellt und die Bergbaufolgelandschaft erlebbar gemacht.

Auch Maßnahmen zur Erhöhung des Folgenutzungsstandards, so genannte §4-Maßnahmen, werden im Süd- und Nordraum von Leipzig umgesetzt.

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