LMBV: Schwimmender Hydraulikbagger profiliert Uferböschung am Berzdorfer See

LMBV ist mit Infostand am 27. Juni 2015 zum Erlebnistag am See präsent

Senftenberg/Görlitz. Wie in jedem Jahr, wird die LMBV auch 2015 zum 13. Erlebnistag am Berzdorfer See am 27. Juni mit einem Informationsstand vertreten sein. In diesem Jahr werden die Besucher die Möglichkeit haben, sich neben allgemeinen Themen speziell zur laufenden Sanierung der Böschungssysteme im Bereich Deutsch-Ossig zu informieren und die eingesetzte Technik in Aktion zu sehen.

Seit Anfang des Jahres läuft die Sicherung der Steilböschung am östlichen Randböschungssystem des Berzdorfer Sees. In diesem Abschnitt unterhalb der Restbebauung des ehemaligen Ortes Deutsch-Ossig entstanden aufgrund der unterbrochenen Flutung durch das Hochwasserereignis der Lausitzer Neiße im August 2010 erhebliche Erosionsschäden durch Wellen und Eiswirkung. Bereits hergestellte Ufersicherungen mittels Gabionenverbau wurden im Fußbereich auf einer Länge von ca. 300 Metern geschädigt. Die Aufbauten kamen in Bewegung und müssen konstruktiv durch Herstellung eines Stützkörpers aus Steinschüttungen gesichert werden.

Dazu wurde im Uferbereich eine Beladestelle in Spundwandbauweise für den geplanten An- und Abtransport der einzusetzenden Wasserfahrzeuge errichtet. Vor dem Einbau der Wasserbausteine kamen zur Kontrolle des Untergrundes Taucher zum Einsatz. Durch die Taucher wurden ebenfalls lose, freigespülte Nylonmatten im Fußbereich der Gabionen beseitigt. Danach erst begann der Einbau der entsprechenden Stützanschüttung.

Ab dem eingerichteten Umschlagplatz aus erfolgt die Verladung der Wasserbausteine mit einem Bagger auf die Klappschute und der Transport der Schute bis zur Einbaustelle mit anschließender Verklappung. Der Stützkörper wird aus unterschiedlichen Materialschichten aufgebaut. Die verklappten Massen werden abschließend durch einen schwimmend aufgestellten Hydraulikbagger profiliert.

Dieser ist mit einem Bagger-Tiefenkontrollsystem mit 3 D-Maschinenführung und 3 D-GPS ausgerüstet. Bisher liefen die Arbeiten reibungslos, so dass von einem vorzeitigen Bauende schon im August 2016 ausgegangen wird. Die Maßnahme wurde im Auftrag der LMBV vom Ingenieurbüro CDM Smith Consult GmbH geplant und wird von der STRABAG realisiert.

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