LMBV: Seilbagger wird noch weiter planmäßig für Verdichtungsarbeiten ausgerüstet

Vorbereitenden Arbeiten zur Baufeldfreimachung bzw. Medienentflechtung dauern bis Ende Februar an

Senftenberg. Eine wichtige Sanierungsmaßnahme der LMBV stellt das Herstellen einer verdichteten Trasse für den künftigen Ableiter aus dem Sedlitzer See über gekippten Boden und sein Anbinden an die Schwarze Elster dar.

Die derzeit laufenden vorbereitenden Arbeiten zur Baufeldfreimachung bzw. Medienentflechtung im 2. Trassenabschnitt durch die beauftragte Fa. SGL Spezial- und Bergbau-Servicegesellschaft Lauchhammer mbH werden noch voraussichtlich bis Ende Februar 2019 andauern.

Parallel dazu wird der raupengestützte Seilbagger noch mit den Rüttelkomponenten weiter ausgerüstet. Dann folgt zunächst ein Testfeld, das verdichtet wird. Dort werden auch die Porenwasserdruckmesser kalibriert und ggfs. das Rütteln zum Abklingen ausgesetzt. Analog dem Testfeld erfolgt dann später baubegleitend ein umfangreiches Monitoring, welches permanent Schwinggeschwindigkeiten und Schallimmissionen überwacht. Die eingerichteten Absperrungen des Baubereiches sind zwingend einzuhalten.

Des Weiteren wird eine Messanlage zur Kontrolle der Porenwasserdrücke im Kippenboden installiert. Weist das dazugehörige Alarmierungssystem mittels Ampelschaltung auf kritische Grenzwerte hin, werden die Verdichtungsarbeiten sofort unterbrochen. Sich daraus ergebende, erforderliche technologische Anpassungen werden baubegleitend durch den Sachverständigen für Geotechnik und zuständigen Mitarbeiter der LMBV vorgenommen.

Die LMBV führt gemeinsam mit ihren Vertragspartnern bereits seit mehr als 25 Jahren Verdichtungsarbeiten auf Kippen durch. Die Mitarbeiter verfügen somit über eine hohe Fachkunde und können auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Es gibt daher keinen Grund zur Sorge, dass die vorgesehene Sicherungsmaßnahme zur gesundheitlichen Beeinträchtigung in den benachbarten Gebäuden führt.

Nach dem Errichten des Montageplatzes und der Trassenvorbereitung seit Anfang 2019 beginnt in den folgenden Wochen, voraussichtlich im März, der zweite Abschnitt der Bodenverdichtungsarbeiten. Diese sind notwendig, da die Trasse des Ableiters zum Teil über Tagebaukippe, also nicht tragfähigem bzw. verflüssigungsempfindlichen Untergrund, verläuft. Eingesetzt werden dabei Rütteldruck- (RDV) bzw. Rüttelstopfverfahren (RSV). Die geplanten RDV-Arbeiten erstrecken sich zu Baubeginn ausgehend vom Montageplatz über das Massiv des ehemaligen Tagebaus Impuls in Richtung Sedlitzer See. Die RDV-Lanze allein ist einschließlich Rüttler ca. 41 Meter lang und 16 Tonnen schwer.

Als Trägergerät kommt ein Raupenkran mit einem ca. 80 Meter langen Ausleger und einem Gesamtgewicht von ca. 400 Tonnen zum Einsatz. Zur Gewährleistung der Gerätesicherheit ist es erforderlich, die Arbeitsebene mit einem ausreichend großen Abstand zum Grundwasser herzustellen. Somit werden Massen auf das Gelände aufgetragen. Durch den Einsatz der Baumaschinen und der Rütteleinheit werden sowohl Schallimmissionen als auch Erschütterungen erzeugt, die im näheren Umfeld der Maßnahme wahrnehmbar sind. Diese überschreiten die zulässigen Grenzwerte nicht. Die Immissionen werden permanent überwacht. Die jetzt zu bearbeitende Trasse ist 1,5 Kilometer lang, die Verdichtungsarbeiten sollen bis Ende 2020 abgeschlossen sein.

Fotonachweis: Luftbild aus 2018 von Peter Radke für LMBV; alle anderen Fotos: Steffen Rasche für LMBV

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